CSU Fraktion im Münchner Stadtrat - Die christlich-soziale und liberale Großstadtpartei

Ab ins kühle Nass in Allach-Untermenzing!

Wenn die Temperaturen steigen, gibt es für viele Münchnerinnen und Münchner nichts Schöneres als in einem Freibad Abkühlung zu suchen. 71 Jahre lang war diese auch in Allach-Untermenzing zu finden, doch dann war Schluss: Gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger wurde das Allacher Sommerbad 2009 endgültig geschlossen. Die damalige Rathausmehrheit war der Ansicht, dass das Allacher Sommerbad nicht rentabel sei. Damit befand sich das Bad zwar in bester Gesellschaft, da keines der Münchner Bäder wirtschaftlich geführt werden kann, aber geholfen hat das den Bewohnern von Allach-Untermenzing nicht. Doch spätestens der Jahrhundertsommer 2018 scheint zu einem großen Umdenken geführt zu haben: Der Bedarf an neuen Schwimmbädern und Badeseen, speziell im Münchner Westen, wurde mittlerweile von allen anerkannt. Daher fordert die CSU-Stadtratsfraktion, dass eine Revitalisierung des Allacher Sommerbades geprüft wird. Sollte die ursprüngliche Fläche hierfür nicht ausreichen, sollen in diesem Stadtbezirk Alternativen gesucht werden.

Die Nachfrage nach öffentlichen Bädern in München ist groß und wächst stetig weiter, darüber herrscht mittlerweile über die Parteigrenzen hinweg Konsens, wie die zahlreichen Anträge der vergangenen Wochen zeigen. Im Münchner Westen ist der Bedarf besonders hoch. Freiham scheidet nach aktuellem Planungsstand als Schwimmbad-Standort aus, wie zuletzt bei der Bürgerversammlung des 22. Stadtbezirkes Ende Juni bestätigt wurde. Eine Revitalisierung des Allacher Sommerbad hingegen würde sich anbieten. Das Bad würde nur ca. 300 Meter von der S-Bahn-Station Karlsfeld liegen und wäre somit einfach und umweltschonend zu erreichen. Schon in der Vergangenheit zeigte sich, dass der Standort gut gelegen ist, denn das Sommerbad war bei Jung und Alt beliebt und immer gut frequentiert. Das Argument, dass das Bad schließen musste, weil es nicht rentabel gewesen sei, kann so nicht gelten, da die anderen Münchner Bäder auch nicht wirtschaftlich geführt werden können. Daher soll die Stadtverwaltung prüfen, ob eine Revitalisierung des Allacher Sommerbades möglich ist. Wenn dem nicht so ist, sollen Standortalternativen in diesem Stadtbezirk gesucht werden und dem Stadtrat vorgelegt werden.

Bürgermeister Josef Schmid: „Es ist jetzt an der Zeit für die Revitalisierung des Allacher Bads oder für die Schaffung eines ähnlichen Angebots in der Umgebung. Denn spätestens seit der Schließung des Sommerbads 2009 ist der Münchner Westen bei der Badsituation unterversorgt. Die Langwieder Seenplatte ist längst keine Alternative, und aufgrund des zunehmenden Bevölkerungswachstums ist der Handlungsbedarf für ein Familienfreizeitbad noch dringender geworden.

Ich selbst habe mich 2009 vehement und mit Herzblut für den Erhalt des Allacher Sommerbads eingesetzt. Denn es ist mir wichtig, das wohnortnahe Badevergnügen zu gewährleisten, damit unsere Kinder auf kurzen, ungefährlichen Wegen genauso zum Schwimmen gehen oder radeln können wie wir es damals getan haben.“

Stadträtin Heike Kainz: „71 Jahre lang war das Allacher Sommerbad ein Besuchermagnet: Hier machte man erste Schwimmversuche, verbrachte seine Sommerferien, traf sich nach der Arbeit. Für die Allacher war es daher ein großer Schock, als das Sommerbad 2003 geschlossen werden sollte. Die Allach-Untermenzinger Bürgervereinigung, unterstützt vom örtlichen Bezirksausschuss, konnte den Badebetrieb zwar bis 2009 aufrecht erhalten, aber dann rollten die Abrissbagger an. Umso schöner wäre es jetzt aber, wenn die Allacher wieder ein Freizeitbad bekommen würden. Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist die Langwieder Seenplatte einfach zu weit weg. In Allach sind die Standortvoraussetzungen hervorragend, da das Bad optimal an die öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden wäre. Der Bedarf im Münchner Westen ist ja, wie auch andere Parteien zugeben mussten, durchaus gegeben. Warum also nicht einen Standort wählen, der bereits etabliert war?“

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