Anfrage: Paul-Heyse-Unterführung, die Vierte, wie geht es mit dem Schandfleck weiter? Wann raufen sich Bahn und Stadt endlich zusammen?

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 Paul-Heyse-Unterführung, die Vierte, wie geht es mit dem Schandfleck weiter? Wann raufen sich Bahn und Stadt endlich zusammen? Richard Quaas
Fragen zur Paul-Heyse-Unterführung von Richard Quaas

Meine letzte Anfrage zur Paul-Heyse-Unterführung ist noch nicht beantwortet, da gibt es in den Münchner Medien bereits Antworten auf einige Fragen, die offenbar von der Deutschen Bahn stammen und den Vorwurf an die Bahn entkräften sollen, weitgehend alleine für den miserablen Zustand der Bahnunterquerung verantwortlich zu sein. So wird z.B. dargestellt, dass die feuchten Mauern der Unterführung in den Zuständigkeitsbereich der DB fallen, aber der Fliesenbelag dieser Mauern – wenn sie denn von der Bahn einmal saniert werden… – in den Zuständigkeitsbereich der Stadt fallen würden. Auch die mäßige Beleuchtung und Belüftung, sei Angelegenheit der Stadt, wie auch ggf. Taubennetze, dagegen der Rost an den Stahlträgern wäre Sache der Bahn, aber nicht sicherheitserheblich… usw., usw., usw.!
Dem Bürger ist es letztendlich egal, wer bei der öffentlichen Hand und ihren Tochterfirmen für was gerade verantwortlich ist, er möchte endlich Taten sehen und keine gegenseitigen „Schuldzuweisungen“!
Der Zustand dieser Unterführung ist schlicht ein Skandal, egal, wer im Einzelnen hier Verantwortung trägt! Es ist Aufgabe der Verwaltungen von Bahn und der Stadt umgehend endlich zu einer Einigung zu kommen, diesen Schandfleck gemeinsam zu beseitigen!
Dabei wäre auch eine umfassende Modernisierung ins Auge zu fassen, die evtl. auch eine Absenkung des Fahrbahnniveaus beinhaltet, der eine deutliche Abgrenzung zum Fußgängerbereich z.B. mit einer Glaseinhausung gegenüber der Fahrbahn möglich macht. Sollte eine Trockenlegung der feuchten Wände nicht möglich sein, bzw. den Rahmen des vertretbaren Aufwandes sprengen, könnte auch eine flächige Verkleidung mit Lichtelementen, wie in U-Bahnhöfen, die eine Hinterlüftung möglich macht, angebracht werden. Wünschenswert wäre auch eine Verkleidung der rostigen Stahlträger an den Decken und den Mittelpfeilern.

Ich frage deshalb den Oberbürgermeister:

1. Sind die Auskünfte der Bahn in den Medien richtig, dass die Instandsetzung der verkommenen Paul-Heyse-Unterführung auch an dem mangelnden Renovierungswillen der Stadt scheitert?
2. Ist es richtig, dass für viele der beanstandeten Mängel in der Unterführung, nicht die Bahn, sondern die Stadt zuständig ist, wie Fliesenbelag, Beleuchtung, Belüftung, Taubenabwehr usw.?
3. Wenn ja, warum ist die Stadt bisher hier nicht tätig geworden, sondern hat sich durch offensichtliches Nichtstun an der Verrottung der Unterführung großen Anteil?
4. Wenn nein, stimmen die Aussagen der DB in den Medien nicht?
5. Gibt es zwischenzeitlich Gespräche zwischen der zuständigen Bahntochter und der Stadtverwaltung, nunmehr endlich diesen Schandfleck ernsthaft zu beseitigen?
6. Wenn ja, seit wann und mit welchem Ergebnis?
7. Wenn nein, auf was wird hier eigentlich noch gewartet?
8. Ist ggf. auch an eine umfassendere Sanierung des Tunnels gedacht, mit einer weiteren Absenkung der Fahrbahn, dadurch der Möglichkeit des Einbaus einer neuen Beleuchtungs- und endlich auch einer Belüftungsanlage, sowie einer Glaseinhausung des Fußgängerwegs und einer Verkleidung der alten verrosteten Stahlträger?
9. Wenn ja, wann könnten die Sanierungsmaßnahmen beginnen?
10. Wenn nein, wird nur wieder eine „halbe Sache“ und nichts wirklich Überzeugendes daraus gemacht?

Richard Quaas
Richard Quaas

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