CSU Fraktion im Münchner Stadtrat - Die christlich-soziale und liberale Großstadtpartei

Antrag: Gesamtkonzept für den Tierschutzverein München e.V.

Gesamtkonzept für den Tierschutzverein München e.V.  © cevahir87 / Fotolia.com
Gesamtkonzept für den Tierschutzverein München e.V.
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Antrag der CSU-Fraktion und der SPD-Fraktion:

Das Kreisverwaltungsreferat wird beauftragt, gemeinsam mit dem Tierschutzverein München e.V. dem Stadtrat im Rahmen eines Gesamtkonzeptes darzustellen, in welchen Bereichen des Münchner Tierheims Nachbesserungen und Umbauten erforderlich sind, damit die immer weiter steigende Zahl an aufgenommenen Tieren (fast 900 Tiere werden dort täglich verpflegt) tierschutzgerecht versorgt werden kann.
Die Unterbringungsmöglichkeiten für die Tiere sollen dabei so erweitert und umgebaut werden, dass die große Zahl an Tieren untergebracht werden kann und gleichzeitig die aktuell gültigen Anforderungen des Tierschutz- und Tierseuchenrechts erfüllt werden, so dass das Münchner Tierheim weiterhin „Aushängeschild“ in Sachen Tierschutz sein kann.
Die hierzu erforderlichen Maßnahmen werden seitens des Tierschutzvereins in einem auf mehrere Jahre angelegten Konzept dargestellt. Gegebenenfalls wird hierbei auch auf Erfahrungen anderer Tierheime anderer Städte sowie die Einschätzung von Fachexperten zurückgegriffen.
Das Kreisverwaltungsreferat soll das Tierheim bei seinen Planungen fachlich beraten und dem Stadtrat gleichzeitig eine Empfehlung vorlegen, in welchem Umfang eine freiwillige finanzielle Unterstützung dieser Erneuerungsmaßnahmen durch die Landeshauptstadt erfolgen könnte. Maßstab hierfür könnte sein, dass während der Jahre der Umbauten die derzeitige Pauschale von umgerechnet rund 60 Cent pro Einwohner auf rund 1 Euro angehoben wird.
Auch der Freistaat Bayern und die sonstigen Vertragspartner des Tierheims sollten aufgefordert werden, einen Beitrag zu leisten, da ein nicht unerheblicher Teil der im Tierheim versorgten Tiere aus den umliegenden Landkreisen kommt.
Außerdem sollte seitens des Kreisverwaltungsreferats geprüft werden, inwieweit der Verwaltungsaufwand im Rahmen der Abrechnung zwischen Tierheim und der Landeshauptstadt München sowie im Rahmen der Dokumentation seitens des Tierheims reduziert werden kann.

Begründung:

Das Münchner Tierheim kümmert sich seit Jahrzehnten um Fundtiere, herrenlose Tiere und Tiere, die von ihren BesitzerInnen aus den verschiedensten Gründen aufgegeben werden. Das Tierheim und alle seine (ehrenamtlichen) MitarbeiterInnen erfüllen mit großem Engagement und erheblichem finanziellen Einsatz eine sehr wichtige Aufgabe in Sachen Tierschutz, die letztendlich der Landeshauptstadt München und ihren Einwohnerinnen und Einwohnern zugute kommt.
Die Landeshauptstadt München unterstützt das Tierheim hierbei jährlich mit rund 900.000 Euro, was einer umgerechneten „Pro-Kopf-Pauschale“ von rund 60 Cent pro Einwohner entspricht. Rund 50 % der städtischen Leistung erfolgt dabei auf rein freiwilliger Basis.

Trotz all der Bemühungen ist das Münchner Tierheim mittlerweile in einigen Bereichen etwas „in die Jahre“ gekommen und die vorhandenen Aufnahmekapazitäten reichen aufgrund der immer weiter steigenden Zahl an abgegebenen Tieren bei Weitem nicht mehr aus.
Mit dem Neubau des Katzenhauses wurde bereits ein wichtiger Schritt unternommen. Allerdings sind darüber hinaus weitere Unterbringungsmöglichkeiten und weitere Erneuerungsmaßnahmen dringend erforderlich, wovon sich der Münchner Stadtrat bei seinem Ortstermin am 29.September 2015 persönlich überzeugen konnte.

Damit das Münchner Tierheim auch in den nächsten Jahrzehnten die große Zahl an aufgegebenen Tieren aufnehmen kann und gleichzeitig alle Anforderungen des Tierschutz- und Tierseuchenrechts eingehalten werden, sind erhebliche Investitionen erforderlich, die seitens des Tierschutzvereins alleine nicht gestemmt werden können.
Da der Betrieb des Tierheims und alle damit verbundenen Tätigkeiten nicht nur im Interesse der vielen Tiere, sondern auch im Interesse der Landeshauptstadt München liegt, sollte sich die Stadt München an den erforderlichen Investitionen in einem gewissen Umfang beteiligen. Selbiges gilt für den Freistaat Bayern und die umliegenden Gemeinden.
Auf diese Weise soll nicht nur das Tierheim ein „Aushängeschild“ in Sachen Tierschutz sein, sondern auch die Landeshauptstadt München mit „ihrem“ Tierheim Vorreiterin beim Schutz der Tiere.

Dr. Evelyne Menges
Dr. Evelyne Menges
Sabine Pfeiler
Sabine Pfeiler

 

 

 

 

 

Bettina Messinger (SPD-Fraktion)
Beatrix Zurek (SPD-Fraktion)

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