Konsequenzen aus dem Katastrophen-Warntag

Im Rahmen des Warntages am 10. September 2020 haben sich bundesweit gravierende Mängel im Katastrophenwarnsystem offenbart. So erhielten auch in München viele Bürgerinnen und Bürger keine Warnung oder wurden erst mit großer Verspätung über entsprechende Apps über den Probealarm informiert. Die CSU fordert deshalb eine Überprüfung der vorhandenen Warnsysteme und ggf. eine Reaktivierung der Sirenen.

Dr. Evelyne Menges (61), Stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Das katastrophale Ergebnis des Probealarms lässt bei mir alle Alarmglocken schrillen. Offenbar gibt es große Probleme bei der Kommunikation im Ernstfall. Bei akuter Gefahr ist es wichtig, möglichst viele Menschen schnell und zuverlässig zu erreichen. Eine rechtzeitige Warnung kann Leben retten. Apps wie Katwarn sind ein wichtiger Bestandteil des Warnsystems, doch sie dürfen nicht der einzige Kommunikationsweg sein. Nicht jeder nutzt Handy-Apps, und nachts ist das Telefon bei den meisten Leuten lautlos geschaltet. Wir wollen wissen, wo es noch Sirenen gibt und ob sie reaktiviert werden könnten.“

Fabian Ewald (29), Stadtrat: „Wie sollen sich unsere Bürgerinnen und Bürger selbst vor akuten Gefahren schützen, wenn sie davon nichts mitbekommen? Der Katastrophen-Warntag war ein katastrophaler Fehlschlag – auch in München. Ein funktionierendes Warnsystem erleichtert im Ernstfall unserer Feuerwehr, der Polizei und den Rettungskräften ihre wichtige Arbeit. Auch wenn wir hoffen, dass er nie eintritt: München braucht ein funktionierendes Konzept für den Ernstfall.“

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