Auskiesung am Lochhamer Schlag abgelehnt – eine gute Entscheidung!

Die Firma Glück hatte beantragt, ein 11,4 Hektar großes Gebiet des Lochhamer Schlags für die Auskiesung zu nutzen. Etwa drei Hektar der potenziellen Kiesabbaufläche sind Ackerland. Der Rest besteht aus Wald.

Zwei Argumente sind ausschlaggebend für die Ablehnung. Aus dem Antrag der Firma Glück geht nicht eindeutig hervor, dass die Auskiesung nur auf sieben Jahre begrenzt sein soll. Dies muss zugesichert werden, um die Erholung der Natur gewährleisten zu können.
Der zweite Ablehnungsgrund ist der Schutz des Grundwassers. Bei dem Projekt im Lochhamer Schlag soll nur bis 1,5 Meter über dem Grundwasserspiegel trocken ausgekiest werden. Die Wiederauffüllung mit sauberen Stoffen muss sichergestellt werden. Die Verwendung von Gleisschotter ist nur möglich, wenn eine Sorptionsschicht, die das Grundwasser schützt, eingebracht würde. Auch das muss durch die Firma Glück zugesichert werden.

Der Schutz der Natur muss bei diesem Projekt im Vordergrund stehen und unbedingt Beachtung finden.

Matthias Stadler, Stadtrat: „Als örtlicher Stadtrat für die CSU in Hadern begrüße ich den Beschluss des Gemeinderates von Gräfelfing. Der Lochhamer Schlag ist ein wichtiges und gut genutztes Naherholungsgebiet von den Gemeinden Martinsried und Gräfelfing, sowie der Landeshauptstadt München. Es ist kein gutes Zeichen in Zeiten des Klimanotstandes, ein über 11,4 Hektar großes Waldstück auszukiesen. Der Zeitrahmen und der Grundwasserschutz müssen unbedingt bedacht werden.“

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Stadttauben sterilisieren!

Trotz etlicher Bemühungen ist es bislang nicht gelungen, die Population der Stadttauben in München tiergerecht einzudämmen. Die CSU-Stadtratsfraktion schlägt deshalb vor, ein in Düsseldorf offenbar erfolgreiches Pilotprojekt auch in München zu starten: eine Massensterilisation der Stadttauben.

Dies kostet pro Tier nur fünf bis zehn Euro und ist damit günstiger als die Betreuung von weiteren Taubenschlägen. Gleichzeitig ist es eine nachhaltige Lösung, die auch im Sinne der Tiere ist. Ein entsprechender Antrag wird heute an die Stadtverwaltung gestellt.

Dr. Evelyne Menges, stv. Fraktionsvorsitzende und Tierschutzbeauftragte: „Tierschutz darf nicht bei den Tauben aufhören. Auch sie sind Lebewesen. Da es bislang nicht gelungen ist, die Population auch im Sinne der Tiere einzudämmen, ist die Sterilisation sicherlich erfolgsversprechender. Es ist eine günstige und zugleich tiergerechte Lösung.“

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Unterstützung für Bezirksausschüsse in Corona-Zeiten

Die 25 Münchner Bezirksausschüsse sind das wichtigste Gremium für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort und dienen der politischen Willensbildung. Nach der Bayerischen Gemeindeordnung müssen sie öffentlich tagen. Durch die Corona-Pandemie stehen die mehr als 600 Mitglieder in den einzelnen Stadtvierteln dabei vor besonderen Herausforderungen. Die CSU-Stadtratsfraktion fordert die Stadtverwaltung auf, die lokalen Gremien bestmöglich zu unterstützen – von der coronagerechten Bestuhlung der Sitzungssäle über die technischen Voraussetzungen für Videokonferenzen bis hin zur Bereitstellung von Desinfektionsmittel.

Darüber hinaus stellt die CSU heute einen Dringlichkeitsantrag für die nächste Vollversammlung des Stadtrats am 19. November. Es soll eine Änderung der Satzung der Bezirksausschüsse beschlossen werden. Ziel: Die Bildung von Sonderausschüssen soll wieder erlaubt werden, um den Bezirksausschüssen Sitzungen im kleineren Kreis zu ermöglichen. Außerdem wäre es sinnvoll, wenn Unterausschüsse künftig per Videokonferenz tagen dürften.

Matthias Stadler (29), Stadtrat: „Es wäre eine Katastrophe, wenn sich Bürger, BA-Mitglieder oder städtische Mitarbeiter in einem vollen Sitzungssaal mit dem Coronavirus infizieren würden. Bei der Bewältigung der Pandemie-Herausforderungen wurden die Bezirksausschüsse bislang weitgehend sich selbst überlassen. Das muss sich ändern. Die Stadt München muss die Verantwortung für einen möglichst sicheren Ablauf der BA-Sitzungen übernehmen. Durch die Bildung von Sonderausschüssen wird die Zahl der Teilnehmer stark reduziert. Trotzdem bekommen Bürger die Gelegenheit, ihre Anliegen vorzutragen. Gerade in der Krise müssen wir den Dialog in den Stadtvierteln unbedingt aufrecht erhalten.“

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