Corona-Tests im Kampf gegen Blutkrebs nutzen: Gleichzeitige Registrierung als Stammzellspender ermöglichen!

Täglich lassen sich auch in München abertausende Menschen auf Corona testen. Die CSU-Fraktion im Münchner Rathaus möchte dies als Chance im Kampf gegen Blutkrebs nutzen: Wer möchte, soll sich beim Test gleichzeitig als Stammzellspender registrieren lassen können. Dafür ist ein einfacher Wangenabstrich ausreichend.

Die Idee stammt von einem Nürnberger Arzt und wird dort bereits umgesetzt. Hintergrund: Laut DKMS (Deutsche Knochenmark Stiftung) erkrankt alle 27 Sekunden irgendwo auf der Welt ein Mensch an Blutkrebs. Aber nur rund 30 Prozent der Erkrankten finden einen passenden Spender innerhalb der Familie. Die Corona-Pandemie hat die Suche noch schwieriger gemacht, denn es gibt seit einem Jahr kaum noch die Möglichkeit, Typisierungsaktionen für Stammzellspender durchzuführen.

Die CSU-Stadtratsfraktion fordert die Stadt deshalb heute per Antrag auf, in Zusammenarbeit mit der DKMS ein Konzept zur Kombination von Corona-Test und Registrierung als Stammzellspender zu entwickeln.

Prof. Dr. med. Hans Theiss, stv. Fraktionsvorsitzender: „Wer sich auf Corona testen lässt, schützt seine Mitmenschen. Wer sich dann auch noch gleichzeitig als potenzieller Stammzellspender registrieren lässt, kann zum direkten Lebensretter werden. Und das ohne großen Aufwand – man müsste nur ein weiteres Wattestäbchen nutzen. Es wäre großartig, wenn so aus der Not eine Tugend würde und durch die flächendeckenden Covid-Testungen endlich mehr Stammzellspender für todkranke Leukämiepatienten gefunden werden könnten!“