CSU-Stadtratsfraktion hält an Forderung nach weiteren Impfzentren fest

Impfzentren ausbauen und Hausärzte einbinden – diese beiden Schritte hat die CSU-Stadtratsfraktion bereits vor Wochen gefordert. In der letzten Vollversammlung hat der Stadtrat dann die Einrichtung drei weiterer Impfzentren in München beschlossen. Dieser Beschluss soll jetzt aber seitens der Stadt nicht umgesetzt werden. Grund: der geplante Impfstart bei den Hausärzten, den die Landesgesundheitsminister beschlossen haben.

Die CSU-Stadtratsfraktion fordert die Stadtverwaltung heute auf, an der Einrichtung weiterer Impfzentren festzuhalten, unabhängig vom Impfstart bei den Hausärzten. Beide Strategien sind wichtig, um die große Herausforderung der Impfungen zu bewältigen.

Es ist richtig, den Ärzten in den Stadtvierteln die Impfungen prioritär zu übertragen. Dennoch braucht München für die bestmögliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin Impfzentren – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Menge an Impfstoff in den nächsten Monaten weiter erhöht werden soll und damit auch eine größere Anzahl an impfwilligen Menschen zu erwarten ist. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Riem als einziger Anlaufpunkt vor allem für ältere und kranke Menschen oft nur beschwerlich zu erreichen ist.

Der Presse war bereits zu entnehmen, dass u.a. auch das Bayerische Rote Kreuz die Impfzentren weiterhin für notwendig hält. Es wird berichtet, dass z.B. der Landkreis Starnberg am Ausbau der Impfzentren festhalten will. München sollte hier ebenso vorgehen.

Prof. Dr. med. Hans Theiss, stv. Fraktionsvorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher:

„Die erfolgreiche Impfung unserer Bevölkerung ist der einzige Weg aus der Corona-Pandemie. Wir dürfen daher bei der Impfstrategie nicht den gleichen Fehler machen, der bei der Beschaffung des Impfstoffs gemacht worden ist: Wir müssen diesmal auf mehrere Pferde setzen – Hausärzte, zentrale Impfzentren und mobile Impfteams. Wir dürfen uns nicht nur auf einen einzelnen Trumpf verlassen. Natürlich wäre es am effektivsten, wenn über die Hausärzte geimpft werden könnte, da diese ihre Patienten am besten kennen und über die ganze Stadt verteilt sind. Aber es ist vollkommen unklar, wann und wieviel die Hausärzte impfen können. Daher brauchen wir als „Fallback-Strategie“ mehrere Impfzentren in der Stadt, die gut erreichbar sind. Es wäre fahrlässig, die Errichtung weiterer Impfzentren nicht weiterzuverfolgen und hier kostbare Zeit zu verlieren!“