CSU Fraktion im Münchner Stadtrat - Die christlich-soziale und liberale Großstadtpartei

Innovative Nachverdichtung in München: Nächste Ausfahrt Wohnzimmer!

Wo es schön ist, wollen viele hin. Grundsätzlich spricht da nichts dagegen, aber was tun, wenn der Raum stark begrenzt ist? Innovative Nachverdichtung könnte dieses Dilemma zumindest abfedern. Die CSU-Stadtratsfraktion schlägt daher vor, zu eruieren, welche Möglichkeiten es gibt, Straßenräume mit Wohnfläche zu überbauen, um eine optimale Ausnutzung des Stadtraums zu gewährleisten.

Die Wohnraumsituation in München ist schon heute angespannt; die Münchner Bevölkerung wird aber in den nächsten Jahren noch weiter anwachsen. Doch wo sollen künftig die Münchnerinnen und Münchner wohnen? Es liegt auf der Hand, dass Wohnungen gebaut werden müssen, aber es erstens stehen nur noch sehr begrenzt Flächen zur Verfügung und zweitens sollen auch in München nicht alle freien Flächen bebaut werden. Um die Münchner Stadtfläche noch optimaler auszunutzen, schlägt die Münchner CSU-Stadtratsfraktion vor, Möglichkeiten der innovativen Nachverdichtung zu prüfen. So wäre es beispielsweise denkbar, Wohnungen über den Unterführungen des Mittleren Rings oder Autobahnenden zu bauen. Die Stadt sollte prüfen, welche Straßenräume sich für diese innovative Nachverdichtung anbieten und anstehende Renovierungsarbeiten nutzen, um die bestimmte Örtlichkeiten auf ihre Tauglichkeit zu untersuchen. In Osaka, Berlin und Stuttgart wurden solche Projekte bereits umgesetzt.

Dorothea WiepckeStadträtin Dorothea Wiepcke: „Es ist an der Zeit über neue Wege des Städtebaus nachzudenken. Wir haben über das gesamte Stadtgebiet verteilt ein dichtes Straßennetz. Sollen wir diesen Raum als Verkehrsfläche abstempeln und akzeptieren, dass wir sie nur eindimensional nutzen können? Ich denke, dass wir hier ein größtenteils ungenutztes Potenzial haben, das für wichtige Entlastungen in der Wohnraumsituation in München sorgen kann. Daher sollten wir zunächst prüfen, welche Straßenräume sich für eine Nachverdichtung eignen. Auch in der Flächenbeschaffung heißt es nämlich ‚A bisserl was geht immer‘.“

Sebastian SchallStadtrat Sebastian Schall: Wir können es uns nicht leisten, Optionen der Wohnraumschaffung nicht in Erwägung zu ziehen. Wohnen und Verkehr darf sich in einer Millionenstadt wie München nicht ausschließen: Wenn wir manche Straßen und Unterführungen mit Wohnraum überbauen können, können wir die Fläche doppelt nutzen. Viele Münchnerinnen und Münchner könnten recht zentral eine Wohnung finden – und das ohne, dass wir weitere Flächen versiegeln müssten.“

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