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Setzen sechs! – Kein Schulsport für das Oskar-von-Miller-Gymnasium?!
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Setzen sechs! – Kein Schulsport für das Oskar-von-Miller-Gymnasium?!

Das Olympische Motto „schneller, höher, weiter!“ müsste am Oskar-von-Miller-Gymnasium seit diesem Schuljahr „rien ne va plus!“ heißen, denn für die knapp 1000 Schülerinnen und Schüler geht hinsichtlich des Sportunterrichts nichts mehr. Hintergrund ist, dass das Stammhaus des Oskar-von-Miller-Gymnasiums an der Siegfriedstraße umgebaut werden muss. Die kommenden vier Jahre wird der Schulbetrieb am Interimsstandort an der Ungerer-/ Ecke Domagstraße stattfinden. Im Januar 2018 präsentierte die Stadtrats-CSU einen Ansatz, mit dem man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte: Der Schulsport findet auf dem Allianz Sportgelände an der Osterwaldstraße statt. Im Gegenzug soll der Verein Zuschüsse aus der Stadtkasse bekommen. Dadurch wird indirekt dafür gesorgt, dass der krisengeschüttelte Betriebssportverein dort verbleiben kann.

Von unserer Idee ließ sich auch der Oberbürgermeister begeistern; im Mai 2018 sprach er von einem „gemeinsamen Sieg für den Sport“. Nun ist das neue Schuljahr schon eine Woche alt; Sportunterricht findet, wenn überhaupt, im Englischen Garten statt. Vor allem die Schülerinnen und Schüler, die sich auf das Abitur vorbereiten und dringendst auf ein angemessenes Trainingsgelände angewiesen sind und die Referendarinnen und Referendare, die Lehrproben im Fach Sport ablegen müssen, werden durch die Situation stark benachteiligt. In Zeiten des allgemeinen Bewegungsmangels ist der Sportunterricht an Schulen aber auch für alle anderen Schülerinnen und Schüler elementar wichtig.

Daher hakt die CSU-Stadtratsfraktion jetzt nach: Wann kann das Oskar-von-Miller-Gymnasium das Sportgelände nutzen? Hat die Stadt mit der Allianz und dem Betriebssportverein gesprochen? Sperren sich die Allianz oder der Betriebssportverein gegen eine Nutzung des Geländes durch den Schulsport? Gibt es einen Plan B, damit die Schülerinnen und Schüler angemessen unterrichtet werden können?

Stadträtin Dorothea Wiepcke: Durch den regelmäßigen Sportunterricht soll den Schülerinnen und Schüler Spaß an Sport und Bewegung vermittelt werden. Daher waren wir sehr froh, als wir eine gute Lösung für die Schülerinnen und Schüler des Oskar-von-Miller-Gymnasium finden konnten: Wenn der Sportunterricht auf dem Allianz-Sportgelände stattfinden kann, wird auch der Verbleib der SV Weißblau e.V. in der Osterwaldstraße sichergestellt. Aber warum geht hier nichts vorwärts? Wann können die Schülerinnen und Schüler den Sportplatz endlich nutzen? Wir appellieren an die angehenden Vertragspartner, dass schnellstmöglich eine Lösung für den Schulsport gefunden wird. Nur durch die in Aussicht gestellte Schulsportnutzung des Betriebssportgeländes konnte der Verein Weißblau Allianz e.V. auf dem Gelände verbleiben. Daher sollte die Schulsportnutzung von den langwierigen Vertragsverhandlungen losgelöst behandelt werden!“

Stadträtin Beatrix Burkhardt: Da der Herbst vor der Tür steht, kann der Englische Garten nicht mehr lange als Zwischenlösung für den Sportunterricht herhalten. Die derzeitige Situation ist daher für niemanden befriedigend: Nicht für die Schülerinnen und Schüler, die auf ihren Sportunterricht verzichten müssen, nicht für die Lehrkräfte und Referendare, die keinen regulären Unterricht leisten können, nicht für die Schulleitung, die sich in einem Brandbrief an den Oberbürgermeister über mangelnde Kommunikation beklagt und nicht für die Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen. Daher fragen wir: wo hakt es?‘ ‚Warum kann der Lösungsansatz, den wir schon im Januar 2018 präsentiert haben, nicht in die Praxis umgesetzt werden, obwohl der Oberbürgermeister dies im Mai verkündet hat?‘ ‚Wann kann endlich adäquater Sportunterricht am Oskar-von-Miller-Gymnasium stattfinden?’“

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