CSU Fraktion im Münchner Stadtrat - Die christlich-soziale und liberale Großstadtpartei

Sexistische und pornografische Werbung verhindern!

Werbeplakate mit leicht bekleideten, makellosen Damen, die aus unerfindlichen Gründen Rohrreinger und ähnliche Produkte anpreisen oder gefühlskalten, heimwerkenden Männern. Eine Werbeweisheit, die jeder kennt: Kunden werden mit vorzugsweise leicht bekleideten Frauen gelockt, egal um welches Produkt es geht: Rasenmäher, Vitamintabletten, Waschmittel…

Die CSU-Stadtratsfraktion setzte sich im heutigen Verwaltungs- und Planungsausschuss dafür ein, dass zukünftig keine sexistische Werbung auf städtischen Werbeflächen gezeigt wird. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft soll die Verträge zur Nutzung der städtischen Werbeanlagen entsprechend anpassen. Die Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt München soll Werbevertragspartner beraten.

Stadträtin Sabine Bär: Das ‚Nein‘ zu sexistischer und pornografischer Werbung ist ein ganz wichtiges Signal für die Münchnerinnen und Münchner. Wenn leichtbekleidete Frauen mit Produkten in Verbindung gebracht werden, mit denen sie nichts zu tun haben und Kinder und Jugendliche mit fragwürdigen, herabsetzenden Rollenbildern konfrontiert werden, ist das einfach nicht in Ordnung. Die jetzige Regelung sieht vor, dass bei der Beanstandung von sexistischen Inhalten unbürokratisch vorgegangen werden kann. Ich finde es sehr wichtig, dass wir auch die Werbepartner mit ins Boot holen konnten, da uns eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig ist.“

Stadträtin Ulrike Grimm: Die CSU-Stadtratsfraktion macht Schluss mit pornografischer und sexistischer Werbung. Für Erwachsene ist diese Art von Werbung maximal ärgerlich, Heranwachsende können aber durch schlechte Rollenbilder und gesundheitsschädigende, reduzierende Schönheitsideale‘ stark verunsichert werden. Es ist nicht vertretbar, dass solche Inhalte auf städtischen Werbeflächen gezeigt werden.“

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Statement von Stadtrat Richard Quaas zum CSU-Stadtratsantrag „Vorbild Nürnberg: Ansprechpartner für Männer bei der städtischen Gleichstellungsstelle!“

Richard Quaas

„Warum wir die Gleichstellungsstelle um einen männlichen Ansprechpartner ergänzen wollen? Im Zuge der aktuellen „#MeToo-Debatte“ sickert langsam die Erkenntnis durch, dass Männer ebenfalls Opfer körperlicher und sexualisierter Gewalt werden. Wir wollen und müssen uns dieser gesellschaftlichen Debatte in allen Teilbereichen stellen. Nürnberg ist uns hinsichtlich Mitarbeiterfürsorge voraus und sammelt ermutigende Erfahrungen mit ihrem männlichen Ansprechpartner. Diese Problemlagen zu thematisieren und nicht kleinzureden ist uns ein großes Anliegen. Wir setzen uns deshalb für die Ergänzung unserer Gleichstellungsstelle ein“, sagt Antragsinitiator Stadtrat Richard Quaas.

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Antrag: Vorbild Nürnberg – Ansprechpartner für Männer bei der städtischen Gleichstellungsstelle!

Der Stadtrat möge beschließen:

1. In München, wird nach dem erfolgreichen Vorbild von Nürnberg, ein Ansprechpartner für Männer bei der städtischen Gleichstellungsstelle eingerichtet.
2. Die Stadtverwaltung setzt sich mit den Entscheidungsträgern und den KollegInnen in Nürnberg in Verbindung, wie dort die Stelle ausgestattet ist und schlägt dann dem Stadtrat eine Lösung für München vor.

Begründung:

Es sind nicht nur Frauen, die Opfer von körperlicher und sexualisierter Gewalt werden, sondern auch das vermeintlich starke Geschlecht, die Männer.

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Stadt installiert örtliche Gleichstellungsbeauftragte

Ulrike Grimm

Die Landeshauptstadt München installiert 5,7 Stellen für örtliche Gleichstellungsbeauftragte in den Referaten und Eigenbetrieben. Die CSU-Fraktion begrüßt die Weiterentwicklung der vorbildlichen Münchner Gleichstellungspolitik.

Die zentrale Gleichstellungsstelle für Frauen kann ihre zahlreichen Aufgaben nicht mehr vollumfänglich wahrnehmen. Allein die kritische Durchsicht aller Beschlussvorlagen nach gleichstellungsrelevanten Themen oder die Teilnahme an Personalauswahlverfahren lastet die Mitarbeitenden voll aus. Daneben sollen noch nachhaltige Maßnahmen und Projekte angestoßen werden. Die neuen dezentralen Stellen schaffen Entlastung.

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