Heizkraftwerk Nord: SPD und CSU lassen SWM vorzeitige Abschaltung und Schadstoffreduzierung prüfen

Manuel Pretzl

In einem gemeinsamen Änderungsantrag im Wirtschafts- und Umweltausschuss haben sich SPD, CSU und Grüne/Rosa Liste darauf verständigt, den Stadtwerken München (SWM) Prüfaufträge zum künftigen Betrieb des Heizkraftwerks Nord (HKW Nord) in Unterföhring zu erteilen. Konkret sollen folgende Punkte dargestellt und mit Daten zu den Kosten hinterlegt werden:

  • Realisierbarkeit der vorzeitigen Kraftwerksabschaltung vor dem Jahr 2030, wobei von einem Abschaltungsdatum in den Jahren 2027 bis 2029 auszugehen ist
    Darstellung eines Kohleminderungspfads ab der Heizperiode 2018/2019
  • Die SWM sollen dabei detailliert ausführen, wann die Bundesnetzagentur der vorzeitigen Abschaltung überhaupt zustimmen würde, wie der fehlende Output kompensiert werden könnte und wie die frühere Umstellung des Dampfnetzes aufs Heißwassernetz vonstattengehen würde.
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CSU hält an HKW-Nord fest

Studie des Öko-Instituts bewertet eine Abschaltung als „unverhältnismäßig teure Maßnahme“, Kohlekraftwerk für Versorgungssicherheit unerlässlich, Ausbauoffensive Erneuerbare Energien der SWM nach wie vor richtig

Manuel Pretzl, stv. Fraktionsvorsitzender

Zugegebenermaßen ist das konventionelle Heizkraftwerk Nord aufgrund der Kohleverbrennung per se nicht das absolut umweltfreundlichste Kraftwerk. Vor diesem Hintergrund war eine fundierte Untersuchung unterschiedlicher Szenarien zum Ausstiegs aus der Kohleverbrennung durchaus sinnvoll. Die vom Münchner Stadtrat beauftragte Studie des Öko-Instituts ist nun zu folgendem Ergebnis gekommen: „Eine vorzeitige Außerbetriebnahme des HKW Nord 2 stellt sich unter den heute absehbaren Rahmenbedingung als unverhältnismäßig teure Maßnahme zur Vermeidung von Emissionen dar. Die SWM sollten vorrangig andere Maßnahmen zur CO2-Minderung ergreifen, die bezogen auf die Kosten höhere Minderungseffekte erzielen (z.B. den Ausbau der Erneuerbaren Energien).“  

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