16.800 Einwohner, aber kein Kinderarzt: Familien in der Messestadt unterstützen!

Die Messestadt Riem ist das kinderreichste Wohngebiet Münchens: Von den rund 16.800 Einwohnern sind ca. 4700 Menschen unter 18 Jahre alt (Stand: Februar 2021). Das entspricht einem Anteil von rund 28 Prozent – so hoch wie in keinem anderen Bezirksteil der Stadt. 1345 Kinder in der Messestadt sind jünger als 6 Jahre, 2538 zwischen sechs und 14 Jahren. Trotzdem gibt es dort keinen einzigen Kinderarzt. 

Trotz etlicher Bemühungen konnte in den vergangenen Jahren kein Arzt gefunden werden, der sich in der Messestadt niederlassen will. Die geplante Eröffnung einer Praxis in Zusammenarbeit mit einem gemeinnützigen Verein scheiterte an bürokratischen Hürden. Somit gibt es für die zahlreichen Familien vor Ort weiterhin keine Lösung. Die CSU-Stadtratsfraktion setzt sich gemeinsam mit dem örtlichen CSU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Stefinger für die schnellstmögliche Einrichtung einer Kinderarztpraxis in der Messestadt ein. 

Mit heutigem Antrag fordert die CSU-Stadtratsfraktion das städtische Gesundheitsreferat auf, die Gespräche mit den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) zu diesem Thema zu intensivieren. In der Messestadt-West entsteht derzeit ein Medizinisches Versorgungszentrum, das auch Räumlichkeiten für eine Kinderarzt-Praxis bieten würde. Die Stadt muss sich dringend bemühen, hier zumindest tageweise eine medizinische Betreuung für Kinder zu etablieren.

Sebastian Schall (37), Stadtrat:

„In der Messestadt leben inzwischen 16.800 Einwohner. Seit 20 Jahren wird dort gebaut, aber es gibt immer noch keinen Kinderarzt. Das ist ein untragbarer Zustand, der Münchens Anspruch als familienfreundliche Stadt nicht gerecht wird. Die Stadt muss endlich eine unbürokratische Lösung finden. Die Kinder der Messestadt dürfen keine Kinder zweiter Klasse bei der Gesundheitsversorgung sein!“  

Kommentare deaktiviert für 16.800 Einwohner, aber kein Kinderarzt: Familien in der Messestadt unterstützen!

Statement von Stadtrat Sebastian Schall zur sozialen Infrastruktur in der Messestadt Riem

Sebastian Schall
Sebastian Schall

„Das Sozialreferat teilt uns mit, dass sich die Messestadt Riem in den letzten Jahren in Hinblick auf die soziale Infrastruktur positiv entwickelt hat. Die Menschen im Viertel nehmen die zahlreichen Betreuungs-, Förder-, Erziehungs-, Suchthilfe, Kriseninterventions- sowie Kinder- und Familienangebote dankbar an. Unsere Verstärkung der sozialen Angebote vor Ort hat sich ausgezahlt: Die Messestadt ist ein wohnenswertes Viertel. Damit das so bleibt, müssen wir die Entwicklungen in der Messestadt weiterhin im Fokus behalten. Von unserem Beispiel lernen die neuen großen Siedlungsprojekte Freiham und die Bayernkaserne, wie unverzichtbar die vorausschauende Planung der Sozialstrukturen ist“, sagt Stadtrat Sebastian Schall.

0 Kommentare

Frischer Wind für Willy-Brandt-Platz

150210-SitzmoebelAllein die sperrige Bezeichnung der Beschlussvorlage „Belebung des Willy-Brandt-Platzes durch Möblierung“ verdeutlicht das Problem. Der nach dem ehemaligen Bundeskanzler benannte Platz in der Messestadt im Münchner Osten fristet ein tristes Dasein; Platz der Ödnis wird er deswegen auch schon mal genannt. Die Stadträte Hans Podiuk und der heutige Bürgermeister Josef Schmid beantragten daher im November 2013 eine Belebung des Platzes durch eine entsprechende Möblierung. Als Beispiel diente das Museum-Quartier in Wien. 

0 Kommentare