Eine der wichtigsten Verbindungen über die Isar soll ab dem Jahr 2028 zwei Jahre lang gesperrt werden: Die Pläne für den Umbau der Tierparkbrücke sorgen derzeit für viel Unmut in den betroffenen Stadtvierteln. Nachdem mit einem fraktionsübergreifenden und sich derzeit in der Prüfung befindlichen Stadtratsantrag bereits eine Behelfsbrücke für Fußgänger beantragt worden ist, fordert die CSU-Fraktion nun weitere Nachbesserungen bei der Planung. Die sehr lange Dauer von zwei Jahren soll nochmals kritisch geprüft werden, ebenso wie die Auswirkungen auf die Anfahrtsdauer von Rettungskräften. Zudem muss sichergestellt werden, dass parallel keine weiteren Bauarbeiten auf Alternativrouten stattfinden.
Andreas Babor, Stadtrat: „Wir erleben derzeit täglich, was passiert, wenn zu viele große Baustellen gleichzeitig stattfinden: Stau und Stillstand auf Straße und Schiene, Frust und Zeitverlust bei allen Verkehrsteilnehmern. Ein solches Missmanagement darf sich bei der Tierparkbrücke nicht wiederholen. Wir möchten jetzt Gewissheit haben, dass während der Sanierung der Brücke nicht auch noch die Alternativrouten lahmgelegt werden. Ein zwei Jahre andauernder Verkehrskollaps muss unbedingt vermieden werden. Daher soll uns das Baureferat auch erklären, warum die Arbeiten so lange dauern und ob die Dauer verkürzt werden kann. Zwei Jahre Vollsperrung sind einfach zu lang!“
Jens Luther, Stadtrat und freiwilliger Feuerwehrmann: „Sperrungen von zentralen Verkehrsrouten haben natürlich auch Auswirkungen auf die Anfahrtsdauer von Rettungsdienst und Feuerwehr. Die Tierparkbrücke ist wichtig für die schnelle Erreichbarkeit der Stadtviertel östlich der Isar. Daher möchten wir wissen, welche Maßnahmen geplant sind, um diese Erreichbarkeit sicherzustellen. Werden die Hilfsfristen während der Bauarbeiten sicher eingehalten? Ist geplant, Einsatzmittel vorübergehend zu verlagern? Könnte man eine provisorische Querung zumindest für kleinere Rettungsfahrzeuge einplanen? Sind die Rettungsdienste in die Planungen eingebunden? Diese Fragen möchten wir geklärt wissen.“