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22. Juli 2026

2200 Euro pro Meter Radweg: CSU kritisiert den geplanten Umbau des Gebsattelbergs

Am Gebsattelberg werden 350 Meter für 780.000 Euro umgebaut: Das hat der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrats heute trotz leerer Stadtkasse beschlossen. Die Mango-Koalition möchte bergauf einen 2,30 Meter breiten Radweg neben den 3 Meter breiten Fußweg bauen. Dafür sollen Beton-Buckel auf die Straße geklebt werden, die Stadt hat sie selbst erfunden und „Münchner Flachbordsteine“ genannt. 55 Parkplätze werden entfallen. Die CSU-Fraktion lehnt diesen Umbau ab – auch, weil er die beliebten Auer Dulten gefährdet.

Veronika Mirlach, stv. Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Fraktionssprecherin: „Ganz München ist eine Baustelle und die Stadtkasse ist leer. So leer, dass der Haushalt für das Jahr 2027 derzeit nicht genehmigungsfähig wäre. Wer sich in dieser Situation für den sehr teuren Umbau einer funktionierenden Straße entscheidet, läuft völlig an der Realität vorbei. Der Gebsattelberg ist kein Unfallschwerpunkt. Fußgänger haben viel Platz, Radfahrer bereits jetzt bergauf einen Schutzstreifen, bergab gibt es kaum Überholvorgänge. Das ist nicht der Goldstandard in einer perfekten Welt, aber es funktioniert. Das Wirtschaftsreferat warnt ausdrücklich vor dem Umbau, weil Beschicker und Lieferanten der Auer Dult vor Ort nicht mehr parken können. Niemand, der sich derzeit in München durch den Verkehr quält, hat Lust auf noch eine Baustelle. Niemand, der in der Au wohnt, hat Lust, noch länger nach einem Parkplatz zu suchen. Aber dieser Stadtregierung scheint das egal zu sein. Diese Stadtregierung kassiert vor lauter Geldnot künftig wieder Kitagebühren von Familien und lässt gleichzeitig einen Radweg für 2200 Euro pro Meter bauen. Das sind völlig falsche Prioritäten.“

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