Anträge
8. Juli 2026

Dreht den Brunnen auf den Münchner Friedhöfen nicht komplett das Wasser ab!

Die städtischen Friedhöfe München werden aufgefordert, die für mehrere Wochen andauernde geplante Schließung der Gießbrunnen auf den Münchner Friedhöfen nicht durchzuführen.
Stattdessen ist ein alternatives Konzept für Dürretage vorzulegen, wo z.B. einzelne Schließtage oder Tanklösungen durchgeführt werden.
Dieses ist zusammen mit den Friedhofsgärtnern zu erarbeiten, so sind an sehr heißen Tagen z.B. Gießzeiten nur vormittags oder tageweise vorstellbar.
Auch Hinweise zum Wassersparen an den Friedhofseingängen sollen angebracht werden.
Das Ziel muss weiterhin bleiben, dass eine sparsames und getaktetes gießen von Grabanlagen möglich ist.

Begründung

Der kommunale Eigenbetrieb „städtische Friedhöfe München“ unterhält insgesamt 26 Friedhöfe mit aktiven Bestattungsbetrieb. Und Friedhöfe haben eine hohe Bedeutung: Friedhöfe sind in München weit mehr als reine Ruhestätten: Sie dienen als wichtige Orte der Trauerbewältigung, grüne Oasen der Naherholung und sind wertvoller Rückzugsort für die Artenvielfalt.
Die Grabpflege auf den städtischen Friedhöfen in München ist dabei ein Ausdruck von tiefgreifender persönlicher und stadtkultureller Bedeutung. Zur Trauerbewältigung, aber auch dem Andenken an die Verstorbenen pflegen die Grabbesucher die individuellen Anpflanzungen auf den Gräbern, durch Privatleute aber auch den zahlreichen Friedhofsgärtnereien. Dabei brauchen sie das Wasser von den zahlreichen Brunnen auf den Friedhöfen. Sollten diese kein Wasser mehr geben, so kann eine Vielzahl an Grabanlagen nicht mehr gegossen und gepflegt werden. Ein großer Verlust für viele Menschen.
Es gibt hierzu Planungen, den Wasserzulauf in den Brunnen für mehrere Wochen auszusetzen.
Unter diesem besonderen Aspekt der Bedeutung der Grabanpflanzungen und der Pietät soll nach unserer Auffassung weiter Wasser zum Gießen auf den Friedhöfen zur Verfügung stehen. Dieses kann aber auch an einzelnen Tagen oder auch zeitweise (z.B. am Vormittag) zur Verfügung stehen. Der sparsame Umgang wie auch das Wassersparen im Allgemeinen muss hierbei Berücksichtigung finden.

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