CSU-Fraktion fordert: Wasser auf den Münchner Friedhöfen nicht abdrehen!
Erneut steht ein heißes Wochenende bevor, München muss bekanntlich Wasser sparen – und nun soll die Stadt angekündigt haben, die Gießbrunnen auf den Friedhöfen vier Wochen lang abzudrehen. Entsprechende Hinweise von Friedhofsgärtnereien haben die CSU-Fraktion in den vergangenen Tagen erreicht. Damit gäbe es kein Wasser mehr für die Grabpflege. Die CSU-Fraktion möchte das verhindern und beantragt daher heute die Entwicklung einer alternativen Lösung.
Bevor das Wasser ganz abgedreht wird, wäre es zum Beispiel denkbar, je nach Witterung bestimmte Gießtage festzulegen. Die CSU-Fraktion möchte verhindern, dass liebevoll gepflegte Gräber dauerhaft austrocknen, da dies für die Hinterbliebenen emotional und auch finanziell sehr belastend sein kann.
Sebastian Kriesel, Stadtrat und planungspolitischer Fraktionssprecher: „Wir sind ausdrücklich dagegen, die städtischen Friedhöfe wochenlang trockenzulegen. Trauernden Bürgerinnen und Bürgern den Hahn einfach abzudrehen wäre herzlos. Grabpflege ist eine höchstpersönliche und emotionale Angelegenheit, die weiterhin möglich sein muss. Wenn das Wasser knapp bleibt und die Friedhöfe wirklich ein relevantes Einsparpotenzial bieten, sollte zunächst über eine Reduzierung der Gießzeiten gesprochen werden. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, ein maßvolles Vorgehen und eine angemessene Kommunikation zur sensiblen Situation auf den Friedhöfen zu finden.“
Matthias Stadler, Stadtrat: „Friedhöfe sind nicht nur Orte des Gedenkens, sondern auch Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Sie sind außerdem das Arbeitsumfeld der Münchner Friedhofsgärtnereien, die zur Erfüllung ihrer Aufträge auf Wasser vor Ort angewiesen sind. Wenn es in den Brunnen kein Wasser mehr gibt, können die Gärtnereien ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen – das würde den Friedhöfen und dem Gewerbe schaden. Auch deshalb wünschen wir uns eine vernünftige Lösung, die Grabpflege weiter möglich macht.“