Umbau von Gewerbe allein reicht nicht: CSU-Fraktion legt Maßnahmenpaket für beschleunigten Wohnungsbau vor
Verdichten, aufstocken, digitalisieren: Die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat legt ein Antragspaket mit verschiedenen Maßnahmen zur Beschleunigung des Wohnungsbaus vor. Dabei geht es um die gezielte Unterstützung von Immobilieneigentümern, die mehr Wohnraum schaffen wollen und um die Digitalisierung von Prozessen, die Voraussetzung für den Wohnungsbau sind.
- Konkret werden mit den fünf Anträgen, die heute an die Stadtverwaltung gestellt werden, unter anderem folgende Maßnahmen gefordert:
Nachverdichtungspotenziale identifizieren und Eigentümer informieren: Wer bereits Wohngrundstücke besitzt und auf diesen weiteren Wohnraum schaffen könnte – durch Aufstockung oder Nachverdichtung, zum Beispiel auch über bestehende Baurechtsreserven – soll künftig proaktiv von der Stadt informiert und unterstützt werden. - Digitalisierung der Prozesse in der Lokalbaukommission (LBK) und der Bebauungsplanverfahren: Die Quote von digitalen Prozessen soll bei der LBK auf 90 Prozent gesteigert werden. Zwar gibt es bereits digitale Prozesse; diese werden aber immer wieder durch analoge Zwischenschritte und Medienbrüche gebremst. Auch bei der digitalen Bauleitplanung besteht noch Beschleunigungspotenzial, etwa durch automatisierte Überwachung von Fristen und parallelen Befassungen der zuständigen Fachstellen.
- Baugemeinschaften wieder unterstützen: Die Förderung von Wohneigentum ist ein wichtiger Baustein zur Entlastung des Mietmarkts. Die Stadt sollte neben Wohnungsbaugenossenschaften auch Baugemeinschaften wieder unterstützen.
- Neuauflage von „Wohnen für alle“: Das im Jahr 2016 beschlossene Wohnbausofortprogramm hatte hunderte neue Wohnungen für Haushalte mit geringem Einkommen geschaffen. Durch serielles Bauen und die Reduzierung von Standards wurden zügig günstige Wohnungen errichtet. Daran soll angeknüpft werden.