Anträge für Pflegekräfte seit 14 Monaten unbearbeitet: Was tut die Stadt für die Stärkung der Pflege und den Ausbau der Intensivbetten?

Der Pflegeberuf muss attraktiver werden und auch finanziell höhere Wertschätzung erfahren – dafür hat sich die CSU-Stadtratsfraktion bereits vor der Corona-Pandemie eingesetzt. Gefordert wurden bessere Bezahlung, Vorteile bei der Kinderbetreuung und kostenlose ÖPNV-Angebote für Münchner Pflegekräfte. Leider sind die entsprechenden Anträge von der Stadtverwaltung noch nicht mal beantwortet worden. Seit nunmehr 14 Monaten ist nichts passiert – und das, obwohl die Frist zur Bearbeitung von Anträgen normalerweise sechs Monate beträgt.

Inzwischen ist die Belastung der Pflegekräfte durch die Corona-Pandemie noch viel größer geworden. Die CSU-Fraktion hält an allen Forderungen fest und fragt darüber hinaus den Oberbürgermeister: Was wurde in München für den Ausbau der Intensivkapazitäten getan?

Denn: Eine der größten Sorgen in der Corona-Pandemie ist eine Überlastung der Intensivstationen. Daher muss es ein zentrales Anliegen sein, die Kapazität der tatsächlich belegbaren Intensivbetten in München auszubauen. Größtes Problem dürfte jedoch der Mangel an Intensivpflegekräften sein, dem mit klugen Konzepten und höherem finanziellem Einsatz entgegengetreten werden muss.

Prof. Dr. med. Hans Theiss, stv. Fraktionsvorsitzender: „Die Stärkung der Pflege in München muss oberste Priorität haben. Das Schneckentempo bei der Bearbeitung der Anträge ist ein Skandal. Einmal mehr habe ich das Gefühl, dass man die Stadtspitze bei der Pandemiebekämpfung sprichwörtlich zum Jagen tragen muss. Der Oberbürgermeister muss die Bekämpfung des Pflegemangels endlich zur Chefsache machen!“