App „Helpchat“ auch für die München Klinik
Das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München (LHM) prüft gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat der München Klinik gGmbH (MüK), ob an der MüK die App „Helpchat“ arbeitsorganisatorisch und finanziell sinnvoll eingesetzt werden kann.
Bei einer positiven Prüfung wird die App zunächst probeweise in einzelnen Abteilungen eingesetzt und bei guten Erfahrungen weiter auf die gesamte MüK ausgerollt.
Begründung
„Helpchat soll Patient:innen [sic] ermöglichen, ihre Wünsche direkt am Krankenbett digital mitzuteilen. Die Patientenklingel wird dabei nicht ersetzt, sondern durch eine zusätzliche Kommunikationsmöglichkeit ergänzt. Ziel ist es, Anliegen gezielter an die zuständige Pflege- oder Servicekraft weiterzuleiten, Abläufe zu verbessern und das Pflegepersonal zu entlasten“, so fasst es die Zeitschrift „Pflegewissenschaft“[1] zusammen.
Eine normale Patientenrufanlage zeigt lediglich an, dass Hilfe benötigt wird, aber nicht welcher Art von Hilfe der Patient oder die Patientin bedarf. Mit Helpchat wird diese Information bereits beim Eingang des Rufs übermittelt. So können unnötige Alarme und Laufwege gespart werden, was die Pflegekräfte entlastet. Zudem kann durch die App der Lärmpegel, einer der großen Stressfaktoren in Kliniken, reduziert werden.
Helpchat wird aktuell an 15 Stationen der Universitätsmedizin Greifswald, der Universitätsmedizin Rostock und des Kreiskrankenhauses Wolgast getestet. Erste Rückmeldung seitens des Pflegepersonals sind positiv[2].
[1] https://zeitschrift-pflegewissenschaft.de/blog/nachrichten-14/digitaler-patientenruf-die-app-helpchat-soll-pflegepersonal-entlasten-11223
[2] NDR MV, Pflege-App „Helpchat“ soll Pflegekräfte entlasten, https://www.instagram.com/reels/Dej6aNludh_/