Baustellenchaos durch Starkregen
Wie die tz am 12.09.2026 berichtete, führte ein Starkregenereignis Ende Juni 2026 dazu, dass die Baustelle der Stadtwerke München (SWM) auf der Busspur an der Ecke Rosenheimer-/Anzinger Straße nicht rechtzeitig beendet werden konnte[1].
Mehr noch, die verlegte Starkstromleitung wurde durch rutschendes Erdreich mechanisch so stark belastet, dass sie vorsorglich ausgetauscht werden musste. Die Fertigstellung der Baustelle verzögert sich nun voraussichtlich bis in den Dezember 2026.
Vor dem Hintergrund, dass sich die gesamte Stadtverwaltung und alle städtischen Eigenbetriebe und Tochtergesellschaft auf die Fahnen geschrieben haben, in Zukunft klimaresilienter zu werden bzw. auf Klimaresilienz zu achten, frage ich den Oberbürgermeister:
- Werden seitens der SWM Starkregenereignisse, die inzwischen ebenso bedauerlicher- wie bekannterweise deutlich häufiger als früher vorkommen, bei der Baustellenplanung nicht mit eingepreist?
- Sofern sie mit eingeplant werden, warum konnte das Erdreich der Baustelle trotzdem zusammenrutschen? Sofern sie nicht eingeplant werden, warum nicht? Wird dies dann in Zukunft der Fall sein?
- Was wird konkret getan, um solche Probleme in Zukunft zu verhindern?
- Ist eine Vorratshaltung für Starkstromkabel, wie die SWM sie im genannten Artikel für diesen Fall nicht für sinnvoll hält, generell ausgeschlossen? Oder wären damit beispielsweise nur höhere Lagerungs- oder Beschaffungskosten verbunden?
- Welche Möglichkeiten sieht die SWM, hier dennoch eine frühzeitigere Fertigstellung der Bauarbeiten zu erreichen?
[1] https://www.tz.de/muenchen/stadt/ramersdorf-perlach-ort43348/starkregen-flutet-baugrube-neue-starkstromleitung-muss-raus-94480758.html