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12. Juni 2024

Beschwerde des Behindertenbeauftragten über städtische Plakatkampagne: CSU/FW-Fraktion fordert Überarbeitung

Wo Vielfalt draufsteht, sollte auch Vielfalt gezeigt werden: Die CSU/FW-Stadtratsfraktion reagiert heute auf Kritik des städtischen Behindertenbeauftragten zur Plakatkampagne unter dem Motto „#nurgemeinsam“. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, die Kampagne überarbeiten und ergänzen zu lassen.

Zum Hintergrund: Derzeit sind neun städtische Plakate im öffentlichen Raum und auf Social Media zu sehen, die darstellen sollen, dass München „#nurgemeinsam“ funktioniert. Abgebildet sind Personen mit Einwanderungsgeschichte, um die kulturelle Vielfalt in städtischen Berufen zu zeigen. Dabei wird auf die Bedeutung von „Vielfalt“ verwiesen. Diese Botschaft ist sehr wichtig – umso bedauerlicher ist es, dass sich Menschen mit Beeinträchtigungen durch die Kampagne nicht repräsentiert fühlen. Der Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München hat in einem Schreiben an den Oberbürgermeister darauf hingewiesen, dass Menschen mit Behinderungen in dieser Kampagne nicht repräsentiert sind und kritisiert, dass keine Person mit einer erkennbaren Beeinträchtigung abgebildet wurde. Zudem spiegeln alle abgebildeten Menschen auch nach äußerlichen Kriterien nicht die Vielfalt der Münchner Bevölkerung und der Tätigkeiten bei der LHM wider. Die CSU/FW-Stadtratsfraktion stellt daher heute die Anfrage an den Oberbürgermeister, wie mit dieser Beschwerde umgegangen wird und ob die Kampagne überarbeitet werden soll.

Alexandra Gaßmann, CSU-Stadträtin und sozialpolitische Sprecherin: „Ich kann den Ärger des Behindertenbeauftragten gut verstehen. Wo Vielfalt drauf steht, sollte auch Vielfalt gezeigt werden. Vielfalt betrifft nicht nur den kulturellen Hintergrund, sondern auch die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen. Hier hat München als Arbeitgeberin auch eine Vorbildrolle zu erfüllen. Ich vermisse auf den Plakaten auch ältere Menschen und Leute, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Wir unterstützen das Motto #nurgemeinsam ausdrücklich und fordern den Oberbürgermeister auf, bei der Kampagne nachzubessern, damit sich jeder mit dieser wichtigen Botschaft identifizieren kann.“

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