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2. Oktober 2026

Comeback für Kalbsbrust, Kesselfleisch und Presssack: Altmünchner Speisen bei der Wiesn-Bewerbung fördern

Zehntausende Teller verlassen auf der Wiesn täglich die Zeltküchen, die gastronomische Qualität ist trotz der Masse hervorragend. Das gilt aus Sicht der CSU-Fraktion aber nicht mehr für die Vielfalt: Die Speisekarten in den großen Zelten haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr angeglichen. Um das zu ändern und insbesondere traditionellen Speisen zu einem Comeback zu verhelfen, möchte die CSU-Fraktion dieses Kriterium bei der Vergabe der Wiesn-Plätze stärker gewichten. Dazu wird heute ein entsprechender Antrag an die Stadtverwaltung gestellt.

Wer als Beschicker auf die Wiesn will, muss bekanntlich eine Bewerbung abgeben; diese wird dann nach einem festgelegten Punktesystem von der Stadtverwaltung bewertet. Hier möchte die CSU-Stadtratsfraktion ansetzen und in einer neuen Kategorie Punkte an diejenigen vergeben, die traditionelle Speisen – wie etwa Saures Lüngerl, Pressack oder Milzwurst – anbieten. Dies könnte zum Beispiel unter dem Bewertungspunkt „Anziehungskraft“ einfließen, denn zweifellos macht eine größere kulinarische Vielfalt das Oktoberfest attraktiver. Ähnlich werden auf diese Weise bereits Bewerbungen mit Speisen in Bio-Qualität unter dem Bewertungspunkt „Ökologie“ besonders gefördert.

Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender: „Die gastronomische Qualität auf der Wiesn ist herausragend. Immer wieder kommen neue Angebote hinzu; in den letzten Jahren erlebte die Wiesn einen echten Bio-Boom. Das ist auch gut so. Doch leider gibt es eine Art von Speisen, die inzwischen fast ganz verschwunden ist: die Altmünchner Gerichte wie Kesselfleisch, Presssack, Milzwurst oder Kalbsbrust. Ich finde das schade. Viele Münchner Gäste kennen diese Speisen noch und würden sie gern wieder auf der Wiesn genießen. Daher lautet mein Vorschlag, einfach gesagt: Comeback für Kalbsbrust und Co.! Wenn ein Wirt bei seiner Wiesn-Bewerbung Altmünchner Gerichte angibt, soll er dafür Punkte bekommen – und somit bessere Chancen auf einen Wiesn-Platz. Wenn wir das jetzt umsetzen, kann es für die nächste Wiesn schon gelten.“

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