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10. November 2025

Dank beharrlicher Forderung: Bahn muss auch in München Lärmschutz für den Brenner-Nordzulauf prüfen

Mit dem Brenner-Nordzulauf soll mehr Verkehr zwischen München und Innsbruck auf die Schiene verlagert werden, im Fokus steht aus Münchner Sicht der Abschnitt zwischen Trudering und Grafing. Die geplante Eisenbahn-Hochleistungsstrecke verläuft durch Stadtgebiet sowie die Landkreise München und Ebersberg. Derzeit ist die Strecke zweigleisig, sie soll ertüchtigt und ausgebaut werden. Obwohl dann täglich viel mehr Züge fahren würden, hatte die Bahn bei ihren Planungen bislang keine zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Dagegen hatten der Münchner Stadtrat sowie der örtliche Bezirksausschuss unter CSU-Führung wiederholt protestiert – mit einem ersten Erfolg: Das Eisenbahn-Bundesamt ist auf die Beschwerden eingegangen, die Bahn muss auch in München eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen und damit letztlich einen besseren Lärmschutz prüfen. Dies hat das Planungsreferat den beteiligten politischen Akteuren nun mitgeteilt.

Fabian Ewald, CSU-Stadtrat: „Hunderte Züge mehr durch den Münchner Osten, aber kein zusätzlicher Lärmschutz? Wenn der Brenner-Nordzulauf schon in Zukunft durch dicht besiedelte Gebiete in München führen soll, kann das nur mit adäquaten Lärmschutzmaßnahmen erfolgen. Das einfach als technische Ertüchtigung abzutun ist ein Unding. Dass das Eisenbahn-Bundesamt der Rechtsauffassung der Landeshauptstadt München und unserer Forderung nach zusätzlichem Lärmschutz zumindest in Teilen recht gibt, ein wichtiger Zwischenerfolg. Wir bleiben weiter dran!“

Stefan Ziegler, Vorsitzender des Bezirksausschusses Trudering-Riem: „Wenn es um Forderungen an die Bahn geht, muss man einen langen Atem haben und dranbleiben. Ich freue mich, dass wir mit der Unterstützung durch Fachleute aus dem städtischen Planungsreferat und einer engen Abstimmung mit den anderen betroffenen Gemeinden die Bahn dazu verpflichten konnten, beim Lärm- und Erschütterungsschutz nicht – wie geplant – mit zweierlei Maß zu messen, sondern einheitliche Schutzmaßnahmen auf der gesamten Strecke anzulegen. Wir unterstützen die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene, aber nicht zu Lasten der Anwohnerinnen und Anwohner.“

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