Die Ami-Siedlung I Leerstand von Wohnungen beenden
Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München wird aufgefordert, sich bei seinem Parteikollegen und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil dafür einzusetzen, dass der teilweise langjährige Leerstand von Wohnungen in der Ami-Siedlung am Perlacher Forst, die sich im überwiegenden Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben befindet, beendet wird.
Begründung
Die Ami-Siedlung am Perlacher Forst ist seit Jahren in der öffentlichen Diskussion durch die Bestrebungen der Eigentümerin, die Siedlung nachzuverdichten.
Die Siedlung ist ein herausragendes Beispiel des US‑amerikanischen Siedlungsbaus der 1950er‑Jahre. Die Architekten Emil Freymuth (Gebäude) und Alwin Seyferth (Freiraumplanung) legten größten Wert auf:
die Erhaltung der Grünflächen,
die landschaftsbezogene Freiflächengestaltung,
die lockere, sternförmige Anordnung der Zeilenbauten,
und die Unterordnung der Architektur unter die Landschaft.
Diese Grundidee ist bis heute ablesbar und macht die Siedlung städtebaulich einzigartig.Mitte 2024 wurde ein Bebauungsplanverfahren dazu aufgestellt.
Leider ist vermehrt festzustellen, dass immer mehr Wohnungen in der Siedlung leer stehen. Hierbei handelt es sich meist um Mieterwechsel, ohne Neuvermietung.
Auch die früheren „Maiden-Rooms“ (Hausbedienstetenwohnungen) wären insbesondere für Studenten geeignet, da diese auf dem freien Markt oft unattraktiv sind.
Nach unserer Einschätzung sind seit Jahren mindestens 50 Wohnungen (3-, 4-, 5-Zimmer-Wohnungen) von einem Leerstand betroffen.
Es ist dringender Handlungsbedarf gegeben, da wir in der Stadt München solche Leerstände nicht dulden können. Trotz des laufenden Bebauungsplanverfahrens muss günstiger Wohnraum auch dem Münchner Mietmarkt zur Verfügung stehen.
Dafür soll sich der Oberbürgermeister dringend beim Bundesfinanzminister einsetzen.