Ein Radweg auf Stelzen von Vaterstetten nach München – ist das machbar?

Dieser Vorschlag hat vergangene Woche für Schlagzeilen gesorgt: ein Fahrradschnellweg auf Stelzen von Vaterstetten bis Berg am Laim. In interkommunaler Zusammenarbeit ist die visionäre Idee entstanden. Die drei CSU-Politiker Stefan Ziegler (Vorsitzender des Bezirksausschusses Trudering-Riem), Leonhard Spitzauer (Bürgermeister von Vaterstetten) und Andreas Bukowski (Bürgermeister von Haar) haben vorbildlich bewiesen, wie die Mobilitätswende durch kreative Ideen vorangetrieben werden kann.

Jetzt muss geprüft werden, ob und wie ein solcher Radweg realisiert werden könnte. Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt: Die Landeshauptstadt München soll gemeinsam mit den Gemeinden Haar, Grasbrunn und Vaterstetten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

Sebastian Schall (37), Stadtrat: „Ein Radl-Schnellweg vom Osten in die Stadt könnte Pendlern eine echte Alternative zum Auto bieten. Eine dreidimensionale Lösung auf Stelzen hätte den entscheidenden Vorteil, dass der vorhandene Straßenraum kaum beschnitten werden muss. So bekommt nicht ein Verkehrsmittel am Ende weniger Platz, sondern alle mehr. Aber auch die alternative Strecke parallel zur Bahntrasse sollte geprüft werden. Die Metropolregion wird in den nächsten Jahren weiter wachsen und damit auch die Verkehrsbelastung. Um den Anforderungen aller Verkehrsteilnehmer gerecht zu werden, brauchen wir kreative und zukunftssichere Lösungen.“