Einführung des neuen städtischen SAP-Systems erneut verschoben: Kostet das den Steuerzahler wieder viele Millionen Euro?
Zum wiederholten Mal muss die Einführung eines neuen SAP-Systems für die städtischen Finanz- und Logistikprozesse verschoben werden. Der Start zum 1. Januar wurde in diese Woche kurzfristig abgesagt, alle Schulungen gestoppt. Die letzte Verschiebung führte zu Mehrkosten von 25 Millionen Euro, für die letztlich der Steuerzahler aufkommen muss. Daher möchte die CSU/FW-Fraktion wissen, warum das System noch nicht einsatzfähig ist und was die Verzögerung kostet.
Es geht um ein System namens „SAP S/4HANA“. SAP-Systeme sind notwendig, um die Geschäftsprozesse eines Unternehmens digital effizient zu steuern, Daten zu verwalten und den Informationsfluss zwischen verschiedenen Abteilungen zu sichern. Das derzeit bei der Stadt verwendete SAP-System wird absehbar durch den Hersteller nicht mehr unterstützt, weshalb der Stadtrat bereits im Jahr 2019 die Umstellung auf „SAP S/4HANA“ beschlossen hat. Die Einführung war ursprünglich für den 1. Januar 2023 geplant und wurde seitdem mehrfach verschoben. Das neue System soll die Effizienz der städtischen Prozesse deutlich steigern, was zu Kostenvorteilen führen soll. Bei der letztmaligen Verschiebung des Systemstarts wurde dem Stadtrat bekannt gegeben, dass die Mehrkosten dafür bei 25 Millionen Euro lagen. Das ist – insbesondere in der derzeitigen Haushaltslage – eine enorm ärgerliche Summe. Die CSU/FW-Fraktion möchte wissen, wie hoch nun die erneuten Mehrkosten sind und stellt dazu heute eine offizielle Anfrage an den Oberbürgermeister.