Anträge
7. Oktober 2026

Günstiger und schneller Bauen: Erfahrungen bisherigen Programmen wie „Wohnen für Alle“ und Minimalprojekt Hinterbärenbadstraße nutzen

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird aufgefordert, dem Stadtrat die Erfahrungen aus dem Programm „Wohnen für Alle“ sowie aus sogenannten „Minimalprojekten“ der ehem. GWG darzustellen und einen Entscheidungsvorschlag über die Neuauflage vergleichbarer Projekte vorzubereiten.

Begründung

Mit dem 2016 beschlossenen Wohnbausofortprogramm „Wohnen für alle“ wurden an mehreren Standorten hunderte neue Wohneinheiten geschaffen. Ziel war, insbesondere durch serielle Bauweisen und einfachere Wohnungsstandards zügig Wohnungen zu günstigen Mietpreisen zu errichten, die gezielt an Haushalte mit geringem Einkommen und Gruppen mit einem besonderen Bedarf vergeben werden konnten. Auch mit den sogenannten Minimalprojekten der ehemaligen GWG, beispielsweise an der Hinterbärenbadstraße, konnten über eine Reduktion der Standards die Baukosten und somit die Miete erheblich reduziert werden.

Um angesichts der angespannten städtischen Haushaltslage und der schwierigen Rahmenbedingungen für die private Wohnungswirtschaft in den nächsten Jahren überhaupt noch Wohnungen in größerem Maßstab errichten zu können, ist eine Reduktion der Wohnungsstandards geboten. Gerade bei der Aufstellung neuer Bebauungspläne sind nicht notwendige, über das gesetzliche Maß hinausgehende Standards und Vorgaben zu streichen.

Die Erfahrungen aus den bisherigen Projekten können auch für die Umsetzung der in den sog. IFAKs erarbeiteten Ziele Vorbild sein. Deshalb sollen diese dem Stadtrat verbunden mit einem Entscheidungsvorschlag über eine Neuauflage eines vergleichbaren Programms dargestellt werden.

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