„Kaum Chancen für junge Berufstätige“: CSU-Fraktion fordert gerechtere Vergabe geförderter Sozialwohnungen
Mehr als 23.000 Haushalte warten in München aktuell auf eine Sozialwohnung. Vor diesem Hintergrund hat die CSU-Stadtratsfraktion bereits mehrfach mit Anträgen Verbesserungen bei der Belegung geförderter Wohnungen vorgeschlagen. In der heutigen Sitzung hat sich nun der Sozialausschuss des Münchner Stadtrats mit der Thematik befasst. Die CSU-Stadtratsfraktion kritisiert, dass durch den heutigen Beschluss wesentliche Forderungen offenbleiben und damit Optimierungspotenziale nicht ausgeschöpft werden.
Die Fraktion moniert insbesondere, dass alleinstehende junge Menschen, die bereits voll im Arbeitsleben stehen und von zuhause ausziehen wollen, im Vergabesystem weiterhin kaum berücksichtigt werden und damit auch in Zukunft weitestgehend chancenlos bei der Vergabe von städtischen Sozialwohnungen sind. Weiterhin hatte die Fraktion die Verwaltung aufgefordert, etwaige Unter- bzw. Überbelegungen in geförderten Wohnungen konsequent zu erfassen sowie konkrete Möglichkeiten zum Wohnungswechsel aufzuzeigen. Diese Forderungen wurden von der Verwaltung aber nicht aufgegriffen.
Die CSU-Stadtratsfraktion begrüßt hingegen, dass die Verwaltung bei der Vergabe geförderter Wohnungen und der Sicherung stabiler Quartiere auch zentrale Anliegen der Fraktion aufgreift. Insbesondere die Einführung einer Mindesteinkommensgrenze im München Modell Miete, die Ausweitung der Strukturkomponente sowie die stärkere Berücksichtigung der tatsächlichen Wohnraumbedürfnisse sind wichtige Schritte hin zu einer ausgewogeneren Belegung geförderter Wohnungen. Auch erste Wohnprojekte für junge Berufstätige sind zu begrüßen, wenngleich hier deutlich mehr getan werden muss.