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10. September 2026

Mehr Werbung, weniger Müll: CSU-Fraktion fordert Informationskampagne für bestehende Mehrwegsysteme

Jeden Tag landen in München nach Berechnungen des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) rund 190.000 Einwegbecher im Müll – und nicht selten auch daneben. Gleichzeitig wissen viele Bürgerinnen und Bürger sowie Touristen bislang zu wenig über die bereits bestehenden Mehrwegsysteme. Die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat fordert deshalb eine breit angelegte Informations- und Werbekampagne, um der Vermüllung des öffentlichen Raums zu begegnen.

Am Viktualienmarkt haben zum Beispiel die Markthallen München gemeinsam mit mehreren Anbietern ein Mehrwegsystem etabliert. Dieses Angebot wird von vielen Menschen jedoch nicht genutzt. Ein Grund dafür ist die fehlende Sichtbarkeit: Vielen Besucherinnen und Besuchern ist nicht bekannt, dass am Viktualienmarkt Mehrweg- und Rückgabemöglichkeiten vorhanden sind. Auch die Standorte der Rückgabeautomaten müssen schnell und unkompliziert erkennbar sein. Die Landeshauptstadt München sollte deshalb die vorhandenen Mehrwegsysteme deutlich stärker bewerben und mit gut sichtbaren Hinweisen im Stadtgebiet auf deren Nutzung sowie Rückgabemöglichkeiten aufmerksam machen. Das gilt insbesondere an stark frequentierten Orten wie dem Viktualienmarkt, aber auch für weitere Bereiche, in denen Speisen und Getränke zum Mitnehmen angeboten werden.

 

Andreas Babor, Stadtrat und kommunalpolitischer Sprecher: „Mehrweg funktioniert nur, wenn die Menschen davon wissen und die Rückgabe unkompliziert möglich ist. Es kann nicht sein, dass in München täglich tausende Einwegbecher auf der Straße landen, während bestehende Mehrwegsysteme kaum bekannt sind. Wer weniger Müll will, muss Mehrwegangebote attraktiver und einfacher machen – und nicht Bürger und Gastronomen mit einer zusätzlichen Verpackungssteuer belasten. Die Stadt sollte deshalb künftig die vorhandenen Mehrwegangebote konsequent bewerben – für weniger Müll und eine saubere Stadt.“

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