München spart Betriebskosten in Millionenhöhe durch Umrüstung auf LED-Beleuchtung in städtischen Gebäuden
München kann in den nächsten Jahrzehnten bis zu 200 Millionen Euro einsparen – durch die Umrüstung der Beleuchtung in städtischen Gebäuden auf LED-Technik. Diese Zahl geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die heute im Bauausschuss beschlossen werden soll. Notwendig für diese Umrüstung sind in den Jahren 2027 bis 2030 jeweils 10,5 Millionen Euro für den Einbau der neuen LED-Lampen. Die CSU-Fraktion wird diesem Plan, der zusätzlich auch den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf stadteigenen Gebäuden vorsieht, gerne zustimmen.
Bereits in den vergangenen Jahren hat die Stadt die Umrüstung auf LED vorangetrieben und rund 35.000 Lampen ausgetauscht – unter anderem in 70 Schulen, acht Bibliotheken, dem NS-Dokuzentrum und größeren Verwaltungsgebäuden. So wurden jährlich 2000 MWh eingespart, was dem Stromverbrauch von 500 4-Personen-Haushalten entspricht. Um die Maßnahmen ab dem Jahr 2027 fortzusetzen, sind weitere finanzielle Mittel notwendig – insgesamt 42 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2036 sollen mit diesen Mitteln bis zu 77 Millionen Euro eingespart werden, über die gesamte Wirkungsdauer der neuen Beleuchtung sind es bis zu 200 Millionen Euro Entlastung für den städtischen Haushalt. Hinzu kommt: Eine EU-Verordnung schreibt den Umbau auf LED verpflichtend vor, dem muss und sollte die Stadt weiterhin nachkommen.
Weitere 4,5 Millionen Euro sollen jährlich in die Nachrüstung von Photovoltaik-Anlagen sowie die energetische Optimierung der Anlagentechnik investiert werden (insgesamt 18 Millionen Euro). Auch hier geht das Referat von einer doppelten bis dreifachen Einsparsumme in Höhe von bis zu 74 Millionen Euro bis zum Jahr 2036 aus.