Neue Corona-Regeln für Kitas und andere soziale Einrichtungen

Soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten sind derzeit besonders stark von den geltenden Corona-Quarantäne-Regeln betroffen. Grund: Mitarbeiter müssen, wenn sie in Kontakt mit einem Corona-Infizierten waren, immer für 14 Tage in Quarantäne – auch dann, wenn sie einen negativen Test vorweisen können. Dadurch geraten die Einrichtungen zunehmend in Personalnot.

Im medizinischen Bereich wurde für dieses Problem bereits eine Lösung gefunden: Hier dürfen die Mitarbeiter mit einem negativen Test und unter strengen Auflagen wieder arbeiten. Die CSU-Fraktion im Stadtrat fordert, dass für den Sozialbereich künftig dieselbe Regelung gilt.

Alexandra Gaßmann (53), Stadträtin und familienpolitische Sprecherin: „Der Sozialbereich ist für das gesellschaftliche Leben auch in Corona-Zeiten genauso wichtig wie der medizinische Bereich. In vielen Einrichtungen ist die personelle Situation ohnehin schon schwierig. Es darf nicht sein, dass der Betrieb durch übertriebene Quarantäne-Regeln gefährdet wird. Wenn zu wenig Mitarbeiter da sind, leidet auch die persönliche Betreuung der Menschen darunter. Dem Gefühl eines emotionalen Lockdowns müssen wir konsequent entgegenwirken. Wer einen negativen Test vorweisen kann und keine Krankheitssymptome hat, sollte mit Mundschutz arbeiten dürfen.“