PISA 2025: Wie steht es um die Leistungen an Münchens städtischen Schulen?
Die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie 2025 geben erneut Anlass zur Sorge über die Entwicklung der schulischen Leistungen in Deutschland. Gegenüber der PISA-Erhebung 2022 sind die Leistungen der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland insbesondere in den Bereichen Mathematik und Lesen weiter zurückgegangen. In den Naturwissenschaften blieben die Ergebnisse gegenüber 2022 etwa stabil. Im längerfristigen Vergleich liegen die deutschen Ergebnisse mittlerweile in allen drei Kompetenzbereichen auf dem niedrigsten seit Beginn der PISA-Erhebungen gemessenen Niveau.
Diese Entwicklung muss auch für die Landeshauptstadt München Anlass sein, die Leistungsentwicklung an den Schulen in städtischer Trägerschaft genauer zu betrachten. Dabei ist insbesondere von Interesse, ob und in welchem Umfang sich der bundesweite Trend auch an den städtischen Schulen widerspiegelt und welche Maßnahmen das Referat für Bildung und Sport ergreift, um Schülerinnen und Schüler gezielter zu fördern und bestehende Leistungsdefizite abzubauen.
Ich frage daher den Oberbürgermeister:
- Haben Schulen in Trägerschaft der Landeshauptstadt München an der PISA-Erhebung 2025 teilgenommen? Wenn ja, wie viele Schulen und Schülerinnen und Schüler waren beteiligt, aufgeschlüsselt nach Schularten?
- Liegen dem Referat für Bildung und Sport aus der PISA-Erhebung 2025 Ergebnisse für Münchner Schülerinnen und Schüler bzw. für Schulen in städtischer Trägerschaft vor? Wenn ja, wie stellen sich die Ergebnisse in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften dar, aufgeschlüsselt nach Schularten?
- Sofern keine belastbaren PISA-Ergebnisse speziell für die städtischen Münchner Schulen vorliegen: Über welche eigenen oder anderweitigen Leistungsdaten verfügt das RBS, um die Entwicklung der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler insbesondere in Deutsch bzw. Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften beurteilen zu können? Wie haben sich diese Ergebnisse in den vergangenen Jahren entwickelt?
- Wie beurteilt das RBS auf Grundlage der vorhandenen Daten das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler an den städtischen Schulen? Gibt es Schularten, Jahrgangsstufen oder Kompetenzbereiche, bei denen ein besonderer Förderbedarf festgestellt wird?
- Welche Ursachen sieht das RBS für gegebenenfalls festgestellte Leistungsrückgänge bzw. Leistungsdefizite? Welche Bedeutung misst das Referat dabei unter anderem Sprachkompetenz, sozialer Herkunft, Unterrichtsausfall, Fachkräfte- und Lehrkräftemangel, individuellen Fördermöglichkeiten sowie dem Umgang mit digitalen Medien bei?
- Welche konkreten Maßnahmen werden an den städtischen Schulen bereits eingesetzt, um insbesondere die Lese-, Mathematik- und naturwissenschaftlichen Kompetenzen zu verbessern? Wie unterscheiden sich diese Maßnahmen gegebenenfalls nach Schulart und Förderbedarf?
- Welche zusätzlichen Maßnahmen plant das RBS vor dem Hintergrund der aktuellen PISA-Ergebnisse, um dem negativen Trend entgegenzuwirken und sowohl leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler gezielter zu fördern als auch leistungsstarke Schülerinnen und Schüler angemessen zu fordern?
- Inwieweit sollen dabei standardisierte Lernstandsdiagnosen und eine frühzeitige Erkennung individueller Förderbedarfe stärker genutzt werden, um Förderung gezielt und möglichst frühzeitig einzusetzen?
- Stehen den städtischen Schulen aus Sicht des RBS ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen für individuelle Förderung zur Verfügung?