Quo vadis IAA? IAA und Open Spaces für die kommenden 6 Jahre
Die Landeshauptstadt München wird aufgefordert, verbindlich zu erklären, dass sie auch für die kommenden drei Ausgaben der IAA MOBILITY in den Jahren 2027, 2029 und 2031 am bewährten hybriden Konzept „Messegelände & Open Spaces“ festhält und damit zugleich ein klares Bekenntnis zum Automobil-, Technologie- und Messestandort München abgibt.
Begründung
Die IAA MOBILITY in München mit dem besonderen Konzept aus Summit und Fachprogramm auf dem Messegelände in Riem sowie den Open Spaces in der Innenstadt hat sich mehrfach bewährt und wurde von Ausstellern wie Besuchern aus aller Welt positiv aufgenommen. Die Open Spaces waren dabei das zentrale Element, das die Messe für breite Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht hat: Rund 500.000 Besucherinnen und Besucher nutzten zuletzt das Angebot in der Innenstadt, darunter Familien, Mobilitätsinteressierte, München- und Autofans. Wichtige Plätze wie der Odeonsplatz, Wittelsbacher Platz, Max Joseph Platz oder der Königsplatz wurden dabei für die IAA umgestaltet und wurden sehr gut von der Bevölkerung angenommen.
Trotz dieses Erfolgs haben Vertreter der Grünen mehrfach angekündigt, die Open Spaces im Rahmen der IAA künftig nicht mehr zulassen zu wollen. Damit stellt sich die Frage, ob die Stadtregierung an der gemeinsam mit Messe München, dem Freistaat Bayern und dem VDA im September 2025 getroffenen Vereinbarung für die kommenden drei Ausgaben der IAA festhält oder ob sie von diesem Konzept abrücken möchte. Die Stadt sollte hier Klarheit und Planungssicherheit schaffen – sowohl für die Messe als auch für die beteiligten Unternehmen und die Münchner Bevölkerung.
Die IAA MOBILITY ist nicht nur ein internationaler Branchentreffpunkt, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Messe generiert laut Angaben der Messe München Kaufkrafteffekte im dreistelligen Millionenbereich und stärkt damit Handel, Gastronomie, Hotellerie und zahlreiche Dienstleistungsbereiche in der Stadt und Region.
München zeigt damit nicht nur, dass es eine der größten internationalen Mobilitätsmessen ausrichten kann, sondern auch, dass es für internationale Unternehmen aus der Auto- und Mobilitätsbranche ein Aushängeschild ist. Das ist gerade bei einem ständigen Konkurrenzdruck von Fernost ein fundamental wichtiges Signal.
Die im Jahr 2025 getroffene Vereinbarung zwischen Stadt, Messe München, Freistaat und VDA gilt für drei weitere Ausgaben der IAA MOBILITY – und zwar genau mit diesem Hybrid-Konzept aus Summit und Open Spaces. Pacta sunt servanda. Vereinbarungen müssen auch über Parteigrenzen hinweg Bestand haben, um Münchens Verlässlichkeit als internationaler Wirtschafts- und Messestandort zu sichern.