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22. Oktober 2026

Spaß am sportlichen Wettkampf: CSU fordert Rückkehr der klassischen Bundesjugendspiele an Grundschulen

München macht sich fit für Olympische Spiele und die CSU-Fraktion möchte die Begeisterung für den sportlichen Wettkampf auch an den Grundschulen stärken: Die Stadt München soll an ihren Schulen die Bundesjugendspiele wieder im klassischen Wettkampf-Format stattfinden lassen. Ein entsprechender Antrag wird heute an die Stadtverwaltung gestellt.

Bundesjugendspiele gehören seit Jahrzehnten zur Sport- und Bewegungskultur an deutschen Schulen. In den vergangenen Jahren wurden die Bundesjugendspiele an Grundschulen vom Wettkampf-Modus auf den Wettbewerb-Modus umgestellt. Der Unterschied liegt neben der Auswahl der möglichen Sportarten auch in der Art und Weise der Bewertung. Während beim Wettkampf die eigene Leistung unabhängig von anderen bepunktet wird, gibt es beim Wettbewerb kein festes Punktesystem, sondern die eigene Platzierung wird ins Verhältnis zur restlichen Teilnehmergruppe gesetzt. Nun hat die Kultusministerkonferenz die Rückkehr zum Wettkampf-Modus für die 3. und 4. Klassen ausdrücklich erlaubt, um das Leistungsprinzip zu stärken.

Die CSU-Fraktion schlägt nun vor, dass die Landeshauptstadt München an ihren Grundschulen in den 3. und 4. Klassen wieder verpflichtend zum Wettkampf-Format zurückkehrt. Diese Jahrgangsstufen sind besonders wichtig, da die Bundesjugendspiele in späteren Jahrgangsstufen teilweise entfallen oder ersetzt werden. In Bezug auf die staatlichen Grundschulen soll sich der Oberbürgermeister beim Freistaat dafür einsetzen, dass auch dort der Wettkampf-Modus wieder verpflichtend wird. Die wesentlichen Argumente für den Wettkampf-Modus aus Sicht der CSU-Fraktion sind: faire Leistungsbeurteilung, Anerkennung von persönlichem Fortschritt und individuellem Erfolg, Gleichbehandlung sportlicher Begabung mit anderen Fächern (Mathe, Deutsch und Co. werden auch individuell benotet).

Armin Gastl, Stadtrat: „München bewirbt sich für Olympische Spiele in 10, 14 oder 18 Jahren. Unsere heutigen Grundschüler sind dann Jugendliche und junge Erwachsene. Die Olympia-Generation von morgen soll mit Spaß an echtem sportlichem Wettkampf aufwachsen. Bundesjugendspiele vermitteln Kindern und Jugendlichen wichtige Werte: den Ansporn zur persönlichen Bestleistung, den fairen sportlichen Wettbewerb, den Umgang mit Siegen und Niederlagen und die Freude am eigenen, messbaren Fortschritt. Spielerische Varianten ohne Würdigung individueller Leistungen werden diesen Zielen nicht gerecht. Es ist auch ungerecht gegenüber sportlich talentierten Kindern, wenn ihre Leistungen nicht genauso bewertet werden wie die Leistungen in anderen Fächern. Viele Schüler kommen mit dem klassischen Bewertungssystem besser zurecht. Eine potenzielle Olympiastadt, die im Schulsport auf Leistungsstreben verzichtet, verliert an Glaubwürdigkeit.“ 

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