Vergabeverfahren der Generalprobenabonnements der Münchner Philharmoniker gerechter machen
Die Landeshauptstadt München (LHM) wird aufgefordert, auf die Intendanz und die Geschäftsführung der Münchner Philharmoniker zuzugehen, um das aktuelle Vergabeverfahren für die Abonnements für die öffentlichen Generalproben an soziale Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren gerechter zu gestalten.
Dabei soll das derzeitig alleinig entscheidende „Windhundprinzip“ beispielsweise durch ein Punktesystem ersetzt werden, dass sowohl Schnelligkeit als auch langjährige Treue und weitere soziale Aspekte bewertet.
Die Münchner Philharmoniker prüfen in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat, ob und in welchem Umfang das vorhandene Kontingent für soziale Senioreneinrichtungen erhöht werden kann.
Begründung
Die Münchner Philharmoniker bieten für soziale Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren ein so genanntes Generalproben-Abo an, das in der Stadtgesellschaft auch weidlich genutzt wird. Die CSU-Stadtratsfraktion begrüßt die Zurverfügungstellung dieser günstigen Abos, die für viele sozial schwächere Menschen die einzige Möglichkeit darstellen, die weltberühmten Philharmoniker live spielen zu sehen, explizit.
Allerdings steigt die Nachfrage nach diesen Abonnements stetig an. Nach unserem Kenntnisstand erfolgt die Vergabe nach dem Versand einer Benachrichtigungs-E-Mail durch die Münchner Philharmoniker rein nach dem Windhundprinzip. Das erscheint nur auf den ersten Blick gerecht, da scheinbar alle die gleichen Chancen haben, bedeutet bei steigender Anzahl von interessierten Einrichtungen aber auch eine zunehmende Zahl von Institutionen, die komplett leer ausgehen.
Sollte eine Ausweitung der Anzahl der Abonnements aus finanziellen oder organisatorischen Gründen nicht möglich sein, um die steigende Nachfrage zu befriedigen, ist deshalb darüber nachzudenken, das Vergabeprinzip zu verändern.
Das könnte, wie oben angedeutet, ein Punktesystem sein, das auch die Treue belohnt, ein schon vorher bekannter, fester Zeitrahmen zur Anmeldung oder auch eine Mischung aus verschiedenen Ideen, bei der ein Teil der Karten rein nach chronologischer Anmeldung vergeben werden und ein Teil nach Punktesystem. Denkbar wäre auch, alle oder mehr Einrichtungen bei der Zuteilung zu bedenken, aber dafür eine maximal bestellbare Zahl an Abonnements pro Institution einzuführen.