Vogelschutzgerechte Glasflächen bei der Stadt
Die Verwaltung der Landeshauptstadt München (LHM) prüft, ob bei Gebäuden der Stadt, die ein besonders hohes Vogelschlagrisiko aufweisen, zukünftig der Einsatz von hochwirksamen Vogelschutzfolien möglich ist. Sollte eine solche Nutzung möglich und diese kostenneutral oder nahezu kostenneutral umsetzbar sein, werden solche Folien in Zukunft verwendet.
Dabei ist auch zu prüfen, ob eventuell mit Umweltverbänden oder Spendern zusammengearbeitet werden kann, um gegebenenfalls Kosten für den Einsatz zu senken.
Begründung
Laut Schätzungen sind im Jahr 2024 auf dem Gebiet der LHM allein eine Million Vögel durch Vogelschlag gestorben[1]. Die Nutzung von hochwirksamen Vogelschutzfolien kann das Risiko für Kollisionen um bis zu 90 Prozent senken, da die Vögel die Scheiben dann besser und frühzeitiger erkennen können[2].
Dass beispielsweise an der Universität Augsburg in den letzten beiden Jahren rund 1.500 Quadratmeter an Fensterfläche durch Vogelschutzfolien „vogelschlagsicherer“ gemacht wurden zeigt, dass die Nutzung auch an öffentlichen Gebäuden möglich und ratsam ist.
[1] https://www.charivari.de/muenchen/aktuell/fenster-uebersehen-rund-1-mio-tote-voegel-in-muenchen-das-kannst-du-tun/851882
[2] KOPO 05/26, Seite 8