Anfragen
10. Dezember 2025

Welche Auswirkungen hat die erneute Verzögerung von S/4HANA bei der LHM?

Im Jahr 2019 hat der Stadtrat die Umstellung der städtischen Finanz- und Logistikprozesse auf SAP S/4HANA beschlossen, da das bislang verwendete SAP-System absehbar durch den Hersteller nicht mehr unterstützt werden wird.[1] Neben der reinen Systemmigration wurden auch Prozessoptimierung und Automatisierungen in Aussicht gestellt, die zu deutlichen Effizienz- und absehbar auch Kostenvorteilen hätten führen sollen. Die ursprünglich für den 1.1.2023 geplante Inbetriebnahme[2] wurde seither mehrfach um jeweils ein Jahr verschoben.[3] Durch die letztmalige dem Stadtrat bekannt gegebene Verschiebung des Starts auf den 1.1.2026 kam es zu erneuten Mehrkosten in Höhe von mindestens 25.000.000 €.[4] Nun wurde von der IT-Referentin und dem Stadtkämmerer den Mitarbeitern der Stadtverwaltung eine erneute Verschiebung um ein Jahr angekündigt.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Oberbürgermeister:

  1. Warum ist erneute Verschiebung des Starts notwendig? Wer hat diese zu verantworten?
  2. Welche Mehrkosten entstehen durch die erneute Verschiebung?
  3. Welche Mehrkosten sind im Vergleich zum ursprünglichen Beschluss durch die wiederholten Verschiebungen und entgangene Effizienzgewinne bzw. Einsparungen entstanden?
  4. Welche Auswirkungen hat die erneute Verschiebung auf Bürgerinnen und Bürger, Geschäftspartner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt München?
  5. Ist eine Einführung 2027 wirklich gesichert?

 

[1] https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/5280003?dokument=v5289326

[2] https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/5639977?dokument=v5665772

[3] Verschiebung auf den 1.1.2024: https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/6595929?dokument=v6676157; Verschiebung auf den 1.1.2025: https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/7579673

[4] https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/8600987?dokument=v8714555

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