Welche Auswirkungen hat die erneute Verzögerung von S/4HANA bei der LHM?
Im Jahr 2019 hat der Stadtrat die Umstellung der städtischen Finanz- und Logistikprozesse auf SAP S/4HANA beschlossen, da das bislang verwendete SAP-System absehbar durch den Hersteller nicht mehr unterstützt werden wird.[1] Neben der reinen Systemmigration wurden auch Prozessoptimierung und Automatisierungen in Aussicht gestellt, die zu deutlichen Effizienz- und absehbar auch Kostenvorteilen hätten führen sollen. Die ursprünglich für den 1.1.2023 geplante Inbetriebnahme[2] wurde seither mehrfach um jeweils ein Jahr verschoben.[3] Durch die letztmalige dem Stadtrat bekannt gegebene Verschiebung des Starts auf den 1.1.2026 kam es zu erneuten Mehrkosten in Höhe von mindestens 25.000.000 €.[4] Nun wurde von der IT-Referentin und dem Stadtkämmerer den Mitarbeitern der Stadtverwaltung eine erneute Verschiebung um ein Jahr angekündigt.
Vor diesem Hintergrund fragen wir den Oberbürgermeister:
- Warum ist erneute Verschiebung des Starts notwendig? Wer hat diese zu verantworten?
- Welche Mehrkosten entstehen durch die erneute Verschiebung?
- Welche Mehrkosten sind im Vergleich zum ursprünglichen Beschluss durch die wiederholten Verschiebungen und entgangene Effizienzgewinne bzw. Einsparungen entstanden?
- Welche Auswirkungen hat die erneute Verschiebung auf Bürgerinnen und Bürger, Geschäftspartner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt München?
- Ist eine Einführung 2027 wirklich gesichert?
[1] https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/5280003?dokument=v5289326
[2] https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/5639977?dokument=v5665772
[3] Verschiebung auf den 1.1.2024: https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/6595929?dokument=v6676157; Verschiebung auf den 1.1.2025: https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/7579673
[4] https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/8600987?dokument=v8714555