Anträge
28. Juli 2026

Welt-Hepatitis-Tag nutzen – Impflücken schließen und Münchnerinnen und Münchner besser schützen

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Landeshauptstadt München (LHM) wird beauftragt,

  1. den Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli künftig zum Anlass zu nehmen, die Münchner Bevölkerung verstärkt über Hepatitis-Erkrankungen, deren gesundheitliche Folgen sowie die Möglichkeiten der Prävention und des Impfschutzes zu informieren;
  2. die bestehenden städtischen Informations- und Beratungsangebote zur Hepatitis-Prävention und insbesondere zur Hepatitis-B-Impfung stärker öffentlich bekannt zu machen;
  3. zu prüfen, wie anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages eine stadtweite Informations- und Präventionsaktion unter Einbindung der bestehenden Angebote des Gesundheitsreferats durchgeführt werden kann;
  4. insbesondere Eltern und Erziehungsberechtigte über die Bedeutung eines vollständigen Impfschutzes ihrer Kinder und Jugendlichen zu informieren und bestehende Impflücken sichtbar zu machen;
  5. dem Stadtrat über die bestehenden Angebote und mögliche weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Hepatitis-Impfschutzes in München zu berichten.

Begründung

Der Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli bietet eine gute Gelegenheit, die Münchner Bevölkerung über eine oftmals unterschätzte Erkrankung und die Möglichkeiten der Prävention zu informieren.

Hepatitis-Erkrankungen können insbesondere in ihrer chronischen Form lange Zeit unbemerkt bleiben. Unbehandelte chronische Infektionen können zu schweren Leberschäden, Leberzirrhose und Leberkrebs führen.

Gegen Hepatitis B steht eine wirksame Impfung zur Verfügung. Dennoch bestehen weiterhin Impflücken. Auch in München zeigen die verfügbaren Daten, dass der Impfschutz nicht bei allen Menschen vollständig ist. Bei der Impfbuchkontrolle von Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen wurde eine Hepatitis-B-Impfquote von 84 Prozent festgestellt. Diese konkrete Erhebung zeigt, dass bei einem relevanten Anteil der Kinder und Jugendlichen der empfohlene Impfschutz nicht vollständig vorhanden war.

Die LHM verfügt bereits über bestehende Strukturen im Bereich der Gesundheitsvorsorge, der Impfberatung und des Infektionsschutzes. Diese sollten genutzt und anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages stärker öffentlich sichtbar gemacht werden.

Ziel muss es sein, die Bürgerinnen und Bürger durch verständliche Information in ihrer Eigenverantwortung zu stärken, den Zugang zu verlässlichen Informationen zu erleichtern und bestehende Impflücken zu schließen. Gerade bei vermeidbaren Infektionskrankheiten sind frühzeitige Information und Vorsorge entscheidend.

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