Anträge
15. Januar 2026

München braucht verbindliche Maßnahmen für jugendliche Mehrfachtäter

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, ein stadtweites und für die einschlägigen Fachkreise verbindliches Maßnahmenkonzept für mehrfach auffällige Jugendliche zu entwickeln. Dadurch wird es den betroffenen staatlichen und sozialen Stellen ermöglicht, frühzeitig eingreifen zu können, Maßnahmen besser zu koordinieren und klare, abgestimmte Programme für junge Mehrfachtäter zu schaffen.

Insbesondere sollen das Sozialreferat, das Jugendamt, städtische Schulen, die Polizei, das Justizministerium und die großen freien Träger systematisch im Rahmen eines Arbeitskreises bei der Erstellung des Maßnahmenkonzept eingebunden werden.

Begründung

In mehreren Stadtteilen zeigt sich, dass einzelne Jugendliche wiederholt durch Gewalt oder andere Straftaten auffallen und verschiedene Stellen von Schulen, Stadt, Jugendhilfe und Polizei damit konfrontiert sind. Häufig fehlt jedoch eine enge Abstimmung, sodass Hilfen zu spät oder unkoordiniert greifen. Um diese Entwicklung wirksam zu durchbrechen, braucht es klare Verfahren und verbindliche Maßnahmen, die alle relevanten Akteure gemeinsam tragen.

Ein solches Maßnahmenkonzept soll sowohl verpflichtende Programme für Mehrfachtäter als auch frühzeitige Unterstützung für gefährdete Jugendliche enthalten. Dazu gehören u.a. Anti-Gewalt-Trainings, sozialpädagogisch begleitete Schulersatzmaßnahmen, eine verstärkte Präsenz von Streetworkern und mehr Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen an Schulen.  Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Jugendamt, Polizei, Schulen und freien Trägern systematisch durch feste Absprachen, gemeinsame Fallkonferenzen und klare Zuständigkeiten im Rahmen eines Arbeitskreises verbessert werden. Ein städtisches Gesamtkonzept stellt sicher, dass Prävention und Intervention Hand in Hand gehen und Maßnahmen schneller und zielgerichteter umgesetzt werden.

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