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2. Februar 2026

Baukosten senken, Wohnungsvergabe gerechter gestalten: CSU/FW-Fraktion fordert Optimierung der Münchner Wohnen

Die „Münchner Wohnen“ mit ihren rund 70.000 Wohnungen kämpft seit der überstürzten Fusion von GWG/Gewofag und personellen Turbulenzen mit ihrem Neustart, seit dieser Woche ist die neue Geschäftsführung im Amt. Die CSU/FW-Fraktion nimmt dies zum Anlass, nochmals eine Optimierung der Strukturen und der Wohnungsvergabe zu fordern.

Konkret wird beantragt, dass ein Beratungsunternehmen die Münchner Wohnen unter die Lupe nimmt und hinsichtlich kaufmännischer und bautechnischer Organisation im Hauptgeschäftsfeld Wohnungsbau berät. Denn leider zeigt sich immer wieder, dass die Münchner Wohnen sehr hohe Baupreise zahlt und geplante Fertigstellungen zeitlich nicht eingehalten werden.

Darüber hinaus soll das Wohnungsvergabesystem „SOWON“ angepasst werden. Die CSU/FW-Fraktion möchte Menschen, die einer Arbeit nachgehen, einen Vorteil bei der Wohnungsvergabe zugestehen gegenüber jenen Bewerbern, die nicht arbeiten. Wenn also zwei Bewerber nach dem Sowon-System punktgleich sind, soll künftig derjenige die Wohnung erhalten, der einer Erwerbsarbeit nachgeht. Ausnahmen gelten für gesundheitlich eingeschränkte Personen, Rentner und Personen, die Kinder betreuen oder Angehörige pflegen.

Drittens stellt die CSU/FW-Fraktion eine Anfrage zum Thema Sanktionen für Mieter der Münchner Wohnen, die sich nicht an die Hausregeln oder sogar das Gesetz halten. Hier sollte die Münchner Wohnen härter durchgreifen und – bei wiederholten Verstößen – auch Mietverhältnisse beenden.

Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender: „Wer arbeitet, sollte bessere Chancen auf eine günstige Wohnung haben als jemand, der nicht arbeitet, obwohl er es könnte. Das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Leider hat die Münchner Wohnen eine viel höhere Nachfrage nach Sozialwohnungen, als sie bedienen kann, daher ist eine gerechte Verteilung äußerst wichtig. Viele Menschen gehen in München arbeiten und haben wegen eines eher geringen Einkommens trotzdem Schwierigkeiten, in der Stadt über die Runden zu kommen. Ein Vorteil bei der Wohnungsvergabe würde Wertschätzung für ihre Arbeit zeigen sowie für alle den Anreiz zur Erwerbsarbeit erhöhen.“

Alexander Reissl, CSU-Stadtrat und baupolitischer Fraktionssprecher: „Die Münchner Wohnen ist in ihrem wichtigsten Tätigkeitsfeld – dem Bau neuer preisgünstiger Wohnungen – nicht effizient genug. Obwohl sehr hohe Baupreise gezahlt werden, werden die Zielzahlen bei Bau und Fertigstellung immer wieder verfehlt. Ein Blick von außen durch eine unabhängig Beratungsfirma mit Bau- und Finanzexpertise kann neue Impulse und Verbesserungen bringen.“

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