Pflege in München: Die Stadt kann mehr tun!
Welche Fortschritte macht München für Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten oder privat jemanden pflegen – und wo muss die Stadt noch nachbessern? Damit beschäftigt sich heute ein gemeinsamer Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrats. Die CSU/FW-Fraktion zieht aus diesem Anlass eine kurze Bilanz und macht weitere Vorschläge, um die Pflegesituation zukunftssicher zu gestalten.
Grundsätzlich unterstützt die CSU/FW-Fraktion die Maßnahmen der Stadt, die die Arbeits- und Lebenssituation von beruflichen und privaten Pflegepersonen verbessern sollen. Exemplarisch genannt sei die „Fast Lane“ für ausländische Pflegekräfte bei Aufenthaltsgenehmigungen, die geplanten Pflegekurse für Privatpersonen an der München Klinik, die Azubi-Akquise an Schulen oder die in Aussicht gestellte Vier-Tage-Woche für das Pflegepersonal an der München Klinik.
Doch die bisherigen Maßnahmen werden nicht ausreichen, um dem demographischen Wandel und damit auch den Herausforderungen beim Thema Pflege in der Zukunft kraftvoll zu begegnen. Die CSU/FW-Fraktion hat in der Vergangenheit einige weitergehende Vorschläge gemacht, die leider in weiten Teilen abgelehnt wurden. Dazu zählen neben einer kommunalen Pflegezulage auch noch weitergehende Vorteile bei der Vergabe von städtischen Wohnungen und Kitaplätzen für Pflegekräfte sowie die Etablierung von Pflegestützpunkten in München, wo Privatpersonen zum Thema Pflege unter einem Dach umfassend beraten werden. Zwei bereits bewilligte Beratungsstellen für ältere Menschen und ihre Angehörigen wurden bislang nicht umgesetzt.
Die Beschlussvorlage zeigt zudem auf, dass aufgrund der knappen städtischen Kassen gute Ideen derzeit nicht umgesetzt werden können, wie etwa eine digitale Vermittlungsplattform zwischen ehrenamtlichen Helfern und pflegebedürftigen Personen.