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2. März 2026

Ärztinnen und Ärzte nicht ohne Bezahlung arbeiten lassen: CSU/FW-Fraktion fordert Entschädigung im Praktischen Jahr an der München Klinik

Das Praktische Jahr (PJ) ist für angehende Ärztinnen und Ärzte der letzte Abschnitt ihres Medizinstudiums. Sie arbeiten in dieser Zeit 48 Wochen lang in Vollzeit in einer Klinik und erfüllen ärztliche Aufgaben unter Anleitung. Die München Klinik zahlt – anders als zum Beispiel die Uni-Kliniken des Freistaats – den angehenden Ärzten für diese Arbeit kein Geld. Die CSU/FW-Fraktion möchte das ändern und beantragt eine Aufwandsentschädigung für Medizinstudenten, die ihr PJ bei der München Klinik absolvieren. Der Oberbürgermeister soll sich dafür auf Bundesebene stark machen und bis zur Umsetzung eine zumindest teilweise Finanzierung durch die München Klinik prüfen lassen.

In den bayerischen Universitätsklinika erhalten die angehenden Mediziner zwischen 200 und 600 Euro monatlich für die Arbeit während des PJ. Es geht hier also nicht um eine Vollzeit-Vergütung, sondern um ein Zeichen der Anerkennung für den ärztlichen Nachwuchs. Auch andere Kliniken in Deutschland zahlen eine Entschädigung, zudem ist die Vergütung von Praktika in anderen Branchen ebenfalls üblich.

Dr. Michael Haberland, CSU-Stadtrat: „Dass ausgerechnet im teuren München Studentinnen und Studenten im PJ keine Entschädigung bekommen, ist ein Nachteil im Wettbewerb um den medizinischen Nachwuchs. Einige hundert Euro im Monat machen für die meisten jungen Menschen einen großen Unterschied. Nebenjobs sind parallel zum Klinikalltag und der Vorbereitung auf das 3. Staatsexamen sehr schwierig zu stemmen. Wir halten es für das falsche Signal, wenn angehende Ärztinnen und Ärzte ohne Bezahlung arbeiten. Natürlich ist uns die schwierige finanzielle Lage der München Klinik bekannt. Trotzdem müssen wir das Thema angehen und eine Lösung finden, um eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, bis der Bund die versprochene einheitliche Regelung umsetzt.“

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