Abkühlung für die Stadt München – Einbindung des „Schwammstadt“ – Prinzips in Prozesse der Stadtplanung auf Initiative der CSU-Stadtrastfraktion
München steht vor vielen Herausforderungen. Eine davon ist der Klimawandel, denn die Stadt muss vor allem mit Hitze und vermehrten Starkregenereignissen rechnen. Durch die zunehmende Bebauung und Versiegelung freier Flächen beschleunigen sich thermische Veränderungen und fördern zusätzlich den städtischen Wärmeinseleffekt. Die Folge sind Hitzeperioden und Starkregenereignisse. Abkühlung schafft hierbei der Ausbau von mehr Grünflächen.
Aus diesem Grund hat die Münchner CSU-Stadtratsfraktion bereits am 29.01.2020 einen Antrag gestellt, nach dem die Stadtverwaltung aufgefordert wird, zukünftig in die Auslobung städtebaulicher Planungswettbewerbe einen prozentualen Anteil der öffentlichen Verkehrsflächen als Verdunstungszonen vorzusehen. Die Lösung zur Umsetzung der CSUInitiative von Seiten der Stadtverwaltung: das „Schwammstadt-Prinzip“.
Das vorgeschlagene Schwammstadt-Prinzip ist ein umfassendes Konzept für eine wassersensible und gleichzeitig hitzeangepasste Stadt, bei dem das Niederschlagswasser nicht in das städtische Kanalnetz eingeleitet, sondern lokal genutzt wird. So können Überschwemmungen und Überflutungen gemildert und die Verdunstungsrate erhöht werden, um so zur natürlichen Kühlung von sommerlichen Temperaturen beizutragen. Grünflächen und Vegetation wirken wie ein „Schwamm“ und tragen dazu bei, dass Wasser aufgefangen, gespeichert und in Trockenperioden den Pflanzen zur Verfügung gestellt wird. Dies fördert die Verdunstung. Flora und Fauna funktionieren dann wie natürliche „Kühlschränke“ der Stadt.