Anträge
19. Dezember 2025

Barrierefreier Ausbau des S-Bahnhalt Aubing bzw. Freiham Nord

Das zuständige Referat berichtet dem Stadtrat, wie der Umsetzungsstand zum barrierefreien Ausbau der S-Bahn-Station Aubing ist. Insbesondere ist auf den Stadtratsbeschluss vom 11. November 2025 einzugehen. Dem Stadtrat werden Lösungen für eine barrierefreie Anbindung vorgelegt, die mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt sind. Dabei ist auch darzustellen, wie eine provisorische Erreichbarkeit des Bahnsteigs auf der westlichen Seite vom Bahnübergang Germeringer Weg aus umgesetzt werden kann.

Begründung
Im Stadtgebiet München gibt es ca. 30 S-Bahn- und 100 U-Bahnstationen. Entgegen anders lautender Zusagen gibt es immer noch mehr als 6 Stationen die für Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen oder Rollator gar nicht oder sehr eingeschränkt benutzt werden können.

Es sollte das gemeinsame Ziel sein, möglichst schnell alle ÖPNV Stationen barrierefrei auszubauen.

Sollte hier argumentiert werden, dass der Umbau einer S-Bahn-Station Aufgabe der Deutschen Bahn ist, so ist anzumerken, dass die Stadt hier in mehreren Bebauungsplänen Tausende von Wohnungen im Einzugsbereich dieser S-Bahn-Station genehmigt hat. Im neuen Stadtteil Freiham wohnen mittlerweile über 8.000 Einwohner, wovon auch ein hoher Prozentsatz auf barrierefreie Angebote angewiesen ist. Daher hat der Stadtrat vor zehn Jahren das Referat  für Stadtplanung und Bauordnung durch mehrheitlichen Beschluss beauftragt, eine Voruntersuchung für 45.000 € in Auftrag zu geben, wie eine Rampe am S-Bahnhof Aubing ergänzt werden kann. Vermutlich ist der entsprechende Stadtratsauftrag mittlerweile beim Mobilitätsreferat angesiedelt. Allerdings erfolgte unserer Kenntnis nach bisher keine weitere Stadtratsbehandlung.

Uns wird von Anwohnern immer wieder von gefährlichen Situationen berichtet, dass zum Beispiel Personen die von der beschrankten Bahnquerung kommen, nicht 300 m Umweg gehen, sondern auf gefährliche Art und Weise die Gleise illegal überqueren.

Wir schlagen daher vor einen mit Geländern abgesicherten Weg zwischen dem beschrankten Bahnübergang am Germeringer Weg und dem westlichen Bahnsteigende zu schaffen. Da diese Strecke etwa 80 Meter ist kann von einer Rampenneigung von unter 1 Grad ausgegangen werden (etwa 3,5 Grad wäre zugelassen). Ähnliche Beispiele gibt es zum Beispiel am nördlichen Ende des S-Bahnhalt Harras, auch wenn sicherlich eine weitere Personenschranke zur Sicherheit ergänzt werden müsste. Langfristig ist eine ausreichend breite Unterführung zwischen Colmdorfstraße (südliche Busstation und z.B. EDEKA) und Georg-Böhmer-Straße, die mit einem Lift ergänzt wird, vorzusehen. Da allerdings der weitere Ausbau der Bahnstrecke im Planfeststellungsverfahren auf sich warten lässt, kann es nicht sein, dass tausende Anwohner für die nächsten Jahre Umwege in Kauf nehmen müssen. Daher müssen Landeshauptstadt München, Deutsche Bahn und Genehmigungsbehörde hier an einem Strang ziehen, um eine Barrierefreiheit des S-Bahnhalts Aubing möglichst zeitnah herzustellen.

Teilen
nach oben