Corona-Warn-App verbessern – Hotspots identifizieren!

Die steigenden Corona-Zahlen bestimmen unser aller Leben immer stärker – gleichzeitig wissen wir immer noch nicht, wo sich die Menschen schwerpunktmäßig infizieren. Viele Wirtschaftszweige leiden enorm unter den Schließungen, die Akzeptanz der Bürger für die Maßnahmen sinkt zunehmend. Vor diesem Hintergrund brauchen die Entscheidungsträger dringend möglichst viele Daten zum Infektionsgeschehen als Grundlage für weitere Beschlüsse.

Mit der Corona-Warn-App der Bundesregierung, die Millionen Menschen bereits installiert haben, ist ein Instrument zur anonymen Analyse der Daten vorhanden. Die CSU-Stadtratsfraktion fordert den Oberbürgermeister auf, sich beim Bund für eine bessere Erfassung und Nutzung dieser Daten einzusetzen.

Die App kann Aufschluss darüber geben, wo sich infizierte Personen aufgehalten haben und damit auch mögliche Hotspots zuverlässig identifizieren. Angesichts der steigenden Zahlen und dem bevorstehenden Winter wiegt der notwendige Schutz der Gesundheit hier schwerer als datenschutzrechtliche Bedenken.

Prof. Dr. med. Hans Theiss (43), stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Die steigende Zahl der Intensivbetten, die mit Corona-infizierten Patienten belegt werden muss, macht mir große Sorgen. Wir müssen die Infektionsketten und Infektionsherde noch besser verstehen. Derzeit ist die Corona-Warn-App ein zu stumpfes Schwert und wir nutzen ihr Potenzial viel zu wenig. Wenn über die Warn-App die Bewegungsmuster der Covid-positiven Menschen vor ihrer Quarantäne zentral und anonymisiert erfasst würden, könnten wir herausfinden, ob die Hotspots wirklich in den Gaststätten und Fitnessstudios liegen oder vielleicht doch im ÖPNV oder ganz woanders. Nur wenn wir verstehen, wo genau sich die Menschen anstecken, werden wir auch effektiv Infektionen verhindern können!“