Die Ami-Siedlung III Den Eichenhain schützen
Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung bei der Landeshauptstadt München prüft, ob der Eichenhain in der Ami-Siedlung am Perlacher Forst geschützt werden kann und die Voraussetzungen für ein Naturschutzgebiet erfüllt.
Begründung
Die Ami-Siedlung am Perlacher Forst ist seit Jahren in der öffentlichen Diskussion durch die Bestrebungen der Eigentümerin, die Siedlung nachzuverdichten.
Die Besonderheit dieser Siedlung besteht in der Anordnung der Blockbauten, den großen Wiesen und den vielen Großbäumen, insbesondere den wertvollen Eichen. Diese ragen bis an die Wohnblöcke heran. Nur ein kleiner Teil der Siedlungsfläche entfällt auf die Wohngebäude.
Die Siedlung ist ein herausragendes Beispiel des US‑amerikanischen Siedlungsbaus der 1950er‑Jahre. Die Architekten Emil Freymuth (Gebäude) und Alwin Seyferth (Freiraumplanung) legten größten Wert auf:
die Erhaltung der Grünflächen,
die landschaftsbezogene Freiflächengestaltung,
die lockere, sternförmige Anordnung der Zeilenbauten,
und die Unterordnung der Architektur unter die Landschaft.
Diese Grundidee ist bis heute ablesbar und macht die Siedlung städtebaulich einzigartig.
Die Übergänge zwischen waldartigen Beständen, Baumgruppen und Wiesenflächen sind fließend.
Diese besondere Struktur ist zu schützen und soll daher intensiv geprüft werden.v