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23. Februar 2026

Ein Hund im Museum? Ja, bitte!

Egal ob Lenbachhaus, Villa Stuck, Jüdisches Museum oder Stadtmuseum: Hunde haben keinen Zutritt zu städtischen Museen. Die CSU/FW-Fraktion möchte das ändern und beantragt heute ein Pilotprojekt „Museum mit Hund“.

Hintergrund des Antrags ist die immer größere Bedeutung von Haustieren als Alltagsgefährten. Gerade für viele ältere oder alleinstehende Bürgerinnen und Bürger spielt ihr Hund eine zentrale Rolle für soziale Kontakte und Lebensqualität. An vielen Orten des täglichen Lebens dürfen Hunde ihre Menschen begleiten, zum Beispiel in der Gastronomie, in Bekleidungsgeschäften, in Apotheken oder Buchläden. Im kulturellen Bereich jedoch sind Hunde ein Grund, warum ihre Besitzer auf Teilhabe verzichten müssen – etwa, weil der Hund nicht allein bleiben kann und Haustiere in Museen bislang nicht zugelassen sind.

Die CSU/FW-Fraktion im Münchner Rathaus schlägt nun vor, dass ausgewählte Museen an festgelegten Tagen unter der Woche für den Besuch mit Hund geöffnet werden – natürlich unter Einhaltung von Regeln wie Leinenpflicht, Haftung durch den Besitzer fürs Tier sowie Hygieneauflagen.

Dr. Evelyne Menges, stv. Fraktionsvorsitzende: „Wer einen Hund als treuen Begleiter im Alltag hat, der weiß, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, trotz des Tiers am kulturellen Leben teilzuhaben. Manche Hunde bleiben nicht allein, manche Menschen fühlen sich ohne den Hund an der Seite nicht wohl. Das gilt besonders für ältere, alleinstehende Personen mit Hund. Für diese Gruppe möchten wir ein Angebot schaffen. In den städtischen Museen ist unter der Woche oft genügend Platz, sodass Ausstellungsbesucher mit Hund an der Leine niemanden stören würden. Die Museen könnten sogar ein neues Publikum für sich gewinnen. Wir plädieren dafür, es einfach mal zu testen. Anderswo geht’s auch: Im Athener Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst (EMST) sind Hunde willkommen, die Erfahrungen sind positiv.“

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