Einführung der „Advanced Practice Nurse“ – die LHM bereitet sich vor
Im aktuellen Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“ schreiben die Koalitionäre im Kapitel „Gesundheit und Pflege“: „Kurzfristig bringen wir Gesetze zur Pflegekompetenz, Pflegeassistenz und zur Einführung der ‘Advanced Practice Nurse’ [Hervorhebung durch die Verfasser] auf den Weg und sichern den sogenannten ’kleinen Versorgungsvertrag’ rechtlich ab.“
Die Landeshauptstadt München (LHM) wird aufgefordert, hier schon frühzeitig auf die München Klinik gGmbH (MüK) zuzugehen und gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, wie die neue Profession der so genannten Advanced Practice Nurses in der und für die MüK am sinnvollsten eingesetzt werden können. Das gilt unter anderem für Einsatzgebiete und Verantwortungsbereiche, aber auch, ob und wie die MüK in der München Klinik Akademie ggf. in Zusammenarbeit mit der Hochschule München Advanced Practice Nurses ausbilden können.
Begründung
„Das Advanced Practice Nursing, auch Advanced Nursing Practice, ist eine akademische Weiterqualifikation für Angehörige der Pflegeberufe. Als Advanced Practice Nurses sind diese dazu befähigt, in einem Spezialgebiet der Patientenversorgung oder der Gesundheitsprävention sowohl praktisch als auch wissenschaftlich tätig zu werden und Leitungsfunktionen einzunehmen.“ In vielen Ländern gibt es diese Berufsgruppe bereits, unter anderem in den USA, Australien oder den Niederlanden.
Da die Herausforderungen im Bereich Pflege sich immer weiter diversifizieren und einzelne Aufgaben sehr spezielles Wissen erfordern, ist die Einführung der Advanced Practice Nurse eine sinnvolle Maßnahme, um dieser steigenden Komplexität entgegenzuwirken. Daher sollte sich die LHM frühestmöglich mit diesem Thema beschäftigen.