Ferienzeit ist Badezeit: Kapazität der Bäder nicht einschränken!

Die Sommerferien werden den Konkurrenzkampf um die derzeit leider begrenzten Plätze in den Münchner Schwimmbädern erneut verstärken. Zuletzt hatten die Stadtwerke München (SWM) damit zu kämpfen, trotz Corona-Einschränkungen möglichst vielen Menschen Zugang zu den Bädern zu ermöglichen. Der Besuch in den Freibädern ist nach wie vor nur mit Reservierung möglich, was zu großen Engpässen geführt hatte. Die derzeit entspanntere Lage ist wohl dem Wetter geschuldet – allerdings dürften dadurch die Hallenbäder umso gefragter sein. 
 
Als Alternative zu den überfüllten Freibädern wurden seitens der SWM ebenfalls die Hallenbäder genannt, für die keine Reservierung notwendig ist. Online können Besucher jederzeit die Auslastung der Hallenbäder überprüfen. Dabei ist auffällig: Bis vor kurzem waren im Hallenbad des Südbads noch 209 Plätze als maximale Kapazität angegeben. Jetzt sind es nur noch 165. 
 
Mit Blick auf die Ferien ist eine Einschränkung der Bade-Kapazitäten unbedingt zu vermeiden. Die CSU-Stadtratsfraktion möchte deshalb wissen, ob die Plätze in den Hallenbädern reduziert wurden und wenn ja, aus welchem Grund. Außerdem soll der Oberbürgermeister Stellung zu der Frage nehmen, wie in den Ferien die größtmögliche Kapazität für Badegäste sichergestellt werden kann. 
 

Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender: „Ferienzeit ist Badezeit. Es wäre äußerst kontraproduktiv, die Kapazität der Bäder ausgerechnet im Sommer einzuschränken. Die Debatte um das Reservierungssystem für Freibäder hat gezeigt, wie wichtig den Menschen der Besuch im Schwimmbad ist. Eine Reduzierung der Plätze wäre auch im Hallenbad genau das falsche Signal. Wir bitten die Stadtwerke München und den Oberbürgermeister um Aufklärung der geänderten Zahlen. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass in allen Bädern die größtmögliche Kapazität zur Verfügung steht.“