Handel, Gastro und Kultur beim Neustart unterstützen: Testflächen freigeben, Einkauf attraktiver machen

Münchens Händler, Gastronomen und Kulturschaffende warten sehnlichst auf die Chance zum wirtschaftlichen Neustart. Trotz der anhaltenden Corona-Krise muss die Stadt jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, damit dieser Neustart gelingen kann. Dazu gehört auch die Bereitstellung einer Infrastruktur für flächendeckende Corona-Tests an zentralen Orten.

Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt heute die Freigabe von öffentlichen Flächen für private Anbieter, die Corona-Tests anbieten möchten. Dies ist die Voraussetzung, um bei etwaigen Öffnungsmöglichkeiten schnell zu reagieren und genügend Tests zentral in Geschäftsnähe zu ermöglichen. Denkbar ist die Errichtung von temporären Zelten oder auch Testflächen in städtischen Gebäuden.

Darüber hinaus wird die Entwicklung eines umfassenden Konzepts zur Unterstützung der Münchner Wirtschaft beantragt. Es sollen u.a. folgende Maßnahmen geprüft werden: 

  • temporäre Erleichterungen, die den Besuch der Geschäfte für Kunden attraktiver machen: längere Ladenöffnungszeiten an ausgesuchten Tagen, Ausnutzung der vier verfügbaren verkaufsoffenen Sonntage, kostenfreier ÖPNV an Samstagen und verkaufsoffenen Sonntagen, kostenfreies Parken für die Dauer des Einkaufs
  • Einführung eines Hygienesiegels: Entwicklung und Umsetzung eines Zertifizierungskonzeptes mit Gütesiegel
  • bestehende Erleichterungen verlängern: Erhalt der Möglichkeiten für Pachtstundungen und -erlasse für Objekte in städtischem Besitz für ein weiteres Kalenderjahr; Stundung der Gewerbesteuer für ein weiteres Kalenderjahr; Verlängerung der kostenfreien Nutzung von öffentlichen Flächen für die Gastronomie

Hans Hammer, Stadtrat: „Ohne negativen Corona-Test kein Einkauf, Gastro-Besuch, Kinoabend oder Messetermin – das wird noch länger gelten. Es muss unser Ziel sein, dass möglichst viele Menschen sich direkt in der Nähe der Geschäfte testen lassen können. Wenn weitere Öffnungsschritte kommen, braucht München genügend zentrale Testkapazitäten, um den Andrang zu bewältigen. Dafür muss die Stadt jetzt öffentliche Flächen für private Anbieter freigeben. Unkomplizierte Tests vor Ort sind wichtig für die Kunden und auch für die Händler und Gastronomen, deren Existenz vom Gelingen der Teststrategie abhängt. Weite Teile der Wirtschaft sind derzeit durch die Corona-Einschränkungen wie gefesselt. Die Münchner Unternehmen warten nur darauf, entfesselt zu werden und sich selbst aus der Krise zu befreien. Damit diese Kräfte der sozialen Marktwirtschaft sich entfalten können, muss die Stadt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.“